Dem großen Ziel ganz nah

0
142

Die Lilli-Henoch-Sporthalle im Sportforum Berlin ist in diesen Tagen ein sehr gutes Pflaster für die Nachwuchsteams der Rhein-Neckar Löwen in Sachen Deutsche Meisterschaft. Nachdem die U17 dort bereits am vergangenen Sonntag mit einem 27:26-Sieg den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale in ihrer Altersklasse legte, gab es heute an gleicher Stelle einen weiteren wichtigen Erfolg für eine Junglöwen-Mannschaft.

Die U19 von Trainer Daniel Haase gewann das Final-Hinspiel gegen den amtierenden Titelträger Füchse Berlin nach 60 intensiven Minuten vor allem dank einer bärenstarken Defensivleistung mit 31:25 (14:13) und geht so mit einem beachtlichen Plus von sechs Toren in das entscheidende Duell um den Meistertitel am Samstag in der Stadthalle Östringen. Erfolgreichster Werfer der U19-Löwen an diesem Nachmittag war Valentin Clarius mit sechs Treffern.

Löwen-U19 legt im Finale um die Deutsche Meisterschaft vor

„Es war ein brutal intensives Spiel. Wir mussten von der ersten bis zur letzten Minute kämpfen. Aber wir konnten uns heute auf eine gute Abwehr und einen starken Torhüter verlassen. Auch wenn in der ersten Halbzeit nicht alles nach Plan verlief, hat jeder an den Erfolg geglaubt. Aber wir hatten uns in der Pause auch nicht viel vorzuwerfen, außer dass wir zu viel Bälle weggeworfen haben. Von daher haben wir dann weiter durchgezogen und dass wir am Ende mit einen solchen Vorsprung dastehen, ist natürlich unglaublich“, freute sich der fünffache Torschütze Robert Timmermeister nach der Partie.

Zufrieden zeigte sich auch Daniel Haase: „Wir haben heute super gefightet und richtig gut verteidigt – nur 25 Gegentore hier in Berlin zu bekommen, zeigt schon, wie gut die Abwehr war. Wir haben aber auch gezeigt, dass wir ein gutes Team aus vielen guten Spielern sind und haben das auch in der zweiten Halbzeit vorne gut gelöst. Aber: Trotz des Ergebnisses von heute ist noch nichts entschieden, wir werden uns nun fokussiert auf das Rückspiel vorbereiten und hoffen dann, vor einer vollen Halle mit den eigenen Fans im Rücken, den Heimvorteil für uns nutzen zu können.“

Berg- und Talfahrt in Hälfte eins

Vor einer lautstarken Kulisse von 300 Zuschauern, darunter auch zahlreich mitgereiste Löwenfans, präsentierten sich die Gäste vom Start weg präsent und stabil in der Abwehr, sie störten das Aufbauspiel der Füchse durch offensives Heraustreten erfolgreich, wussten in den 6:6-Situationen ihre Größenvorteile im Zentrum geschickt zu nutzen und waren schnell im Rückzug. Selbst in Überzahl fand Berlin in der Anfangsphase wenig Mittel im Angriff und so lagen nach den ersten sieben Minuten die Junglöwen mit zwei Toren vorne (2:4). Doch nach und nach legte der amtierende Meister seine Nervosität ab, stellte sich in der Abwehr besser ein und profitierte auch von den nicht verwerteten Gelegenheiten des Löwen-Nachwuchses. Nach einer Viertelstunde führten die Hauptstädter mit 8:6 – erste Auszeit von Daniel Haase.

Nach diesem Time-Out scheiterte der bis dahin schon dreimal erfolgreiche Elias Scholtes an der Latte, im Gegenzug brachte Beneke die Füchse mit drei in Front – 9:6 (18.). Nach einem klasse Anspiel von Scholtes auf Valentin Clarius verkürzten die Junglöwen auf 9:7 und dann gab es eine rote Karte für die Gäste. Nach einem unglücklichen Gesichtstreffer wurde Elias Scholtes in der 19. Minute disqualifiziert. Damit mussten die U19-Löwen für den weiteren Spielverlauf auf einen ihrer Torgaranten verzichten und kassierten danach noch prompt Gegentreffer Nummer zehn durch Berlins Spielmacher Sauter. Aber die Haase-Truppe ließ sich davon nicht beeindrucken und stellte durch drei Treffer in Serie wieder auf Unentschieden (10:10). Die Schlussphase der ersten Hälfte entwickelte sich dann zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem sich den Gästen kurz vor dem Wechsel nach einem Wurf der Berliner über das Tor die Chance zum Führungstreffer bot. Niklas Michalski ließ sich nicht lange bitten und netzte zur 14:13-Halbzeitführung für die Junglöwen ein.

Starker Start nach dem Wechsel

Zu Beginn der zweiten Hälfte schlug das Pendel dann klar in Richtung der U 19-Löwen aus: Matthis Blum erhöhte per Siebenmeter zum 13:15, Mats Grupe im Tor konnte gleich zwei Würfe durch glänzende Reflexe wegnehmen und sein Bruder Magnus legte nach zum 13:16 (32.). Berlin kämpfte sich in Überzahl zwar noch einmal heran (15:16), doch die Junglöwen hielten den Hauptstadtklub durch eine starke Abwehr und weiteren Paraden von Mats Grupe auf Distanz. Während die Gastgeber für jeden Treffer hart arbeiten mussten und öfter an den Rand des Zeitspiels gedrängt wurden, markierten die Gelb-Blauen in der Offensive die einfachen Treffer und lagen so 20 Minuten vor Spielende weiter mit drei vorne (17:20).

In den darauf folgenden Minuten geriet die Tormaschine des Löwen-Nachwuchses jedoch etwas ins Stottern, dies nutzten die Füchse, um wieder in Schlagdistanz zu kommen (20:22/ 48.). In der Schlussphase waren es dann vor allem die starken Würfe von Robert Timmermeister aus der zweiten Reihe, die die Junglöwen endgültig auf die Siegerstraße brachten. Einen Erfolgsmoment gab es beim Stand von 23:28 (56.) auch für den zweiten Keeper im Haase-Team Luca Berghoffer. Eingewechselt für einen Siebenmeter, parierte er den Wurf von Siemer. Robert Timmermeister, Valentin Clarius und Theo Straub schraubten das Torekonto der Gäste dann noch auf 31 hoch, während die Füchse bis zur Schluss-Sirene lediglich 25 Treffer vorweisen konnten.

Showdown in Östringen

Mit diesem 6-Tore-Polster ausgestattet, haben die Junglöwen nun alle Trümpfe in der Hand, um sich im Final-Rückspiel vor eigener Kulisse zum Deutschen Meister zu krönen. Dieses findet am Samstag (28. Mai) um 20 Uhr in der Stadthalle Östringen statt. Im Vergleich zu den bisherigen Playoff- Begegnungen der Junglöwen in dieser Saison gibt es für diese Partie neben den Tickets an der Abendkasse auch einen Kartenvorverkauf. Frühzeitig vor Ort zu sein lohnt sich, denn bereits zuvor tritt die U17 um 16 Uhr in der Stadthalle im Halbfinal-Rückspiel gegen den TSV Bayer Dormagen an.

Tore für die U 19 Löwen: Valentin Clarius (6), Robert Timmermeister (5), Magnus Grupe (4), Robert Krass (3), Elias Scholtes (3), Theo Straub (2), Matthis Blum (2/2), David Móré (2), Jan Kraft (2), Niklas Michalski (1), Lion Zacharias (1).

Kartenvorverkauf für Endspiel am 28. Mai

Für das Rückspiel um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft gegen die Füchse Berlin am Samstag, 28. Mai um 20 Uhr in der Stadthalle Östringen bieten wir einen Kartenvorverkauf an. Dieser ist am Dienstag, 24. Mai von 17.30 bis 20.00 Uhr im Foyer der Trainingshalle Kronau.

Eintrittspreise

  • Erwachsene 12 Euro
  • Ermäßigte* 7 Euro

(Sitz- oder Stehplatz)

Wichtige Hinweise

Außer diesem Kartenvorverkauf können Tickets ausschließlich an der Abendkasse erworben werden. Es können keine Karten (vor)reserviert und am Spieltag abgeholt/bezahlt werden.

Die Abendkasse der Stadthalle öffnet 90 Minuten vor Spielbeginn, also um 18.30 Uhr. 

Quelle: Kai Henninger – Pressesprecher der Junglöwen