Gröbenzell macht den Bären schwer zu schaffen

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Gröbenzell macht den Bären schwer zu schaffen
Kurpfalz Bären – HCD Gröbenzell 31:27 (12:13)
Bären-Ladies lange Zeit im vorzeitigen Winterschlaf
Ein deutlicher Weckruf von Katrin Schneider war notwendig, um die Bären aus ihrem „Nickerchen“ zu reißen. „Es ist normalerweise nicht meine Art, in der Kabine laut zu werden, doch heute musste ich schon meine Stimme etwas strapazieren“, so die Ketscher Trainerin bei der Pressekonferenz. Und die klaren Worte wirkten: In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel und einem 12:13 Rückstand zeigten die Bären endlich, was in ihnen steckt. Sie schüttelten ihre Behäbigkeit ab und benötigen nicht einmal acht Minuten, um dem tapferen Gast aus Gröbenzell mit einem vorentscheidenden 18:15 in Rückstand zu bringen. Der HCD wehrte sich zwar weiter hartnäckig, doch die Gastgeberinnen waren nicht mehr von der Siegesstraße zu verdrängen und holten sich mit 31:27 den ersten Heimsieg, der ihnen mit 6:2 Punkten einen eher unerwarteten Platz in der Spitzengruppe der Tabelle sicherte.
Hendrik Pleines: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“
Der über das gesamte Spiel sehr engagiert coachende HCD-Trainer war trotz der vierten Niederlage des Aufsteigers mehr als zufrieden: „Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, denn diesmal gab es keine Durchhänger zu verkraften. Mit gerade einmal drei Auswechselspielerinnen haben wir es geschafft, den KURPFALZ BÄREN fast über die gesamte Spielzeit erfolgreich Paroli zu bieten. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.“ Mit 2:6 führte seine Mannschaft nach 10 Minuten und beeindruckte dabei nicht nur mit dem „gröbi-typischen“ Kampfgeist, sondern mit beherzten Angriffen, in denen vor allem Sina Fischer, Svenja Jänicke und Vera Balk die Bären in Verlegenheit brachten.
Nach Stotterstart kämpften sich die Bären allmählich ins Spiel
Die Ketscher Rückraumachse mit Moser-Brand-Fackel wirkte lange etwas kopflos und fand in der HCD-Abwehr wenige Lücken. Immerhin hielten Sabine Stockhorst im Tor und Lena Feiniler mit starken Szenen am Kreis ihre Mannschaft im Spiel und verhinderten ein weiteres Davonziehen der Gäste. Nach der Pause legten die Bären endlich den Turbo ein, und vor allem Carmen machte richtig Dampf. Doch selbst der 19:16 Rückstand (38. Minute) schreckte Gröbenzell nicht: Beim 23:22 in der 48. Minute war wieder alles offen, ehe eine 5:0 Serie zum 28:22 das Spiel entschied, wobei Rebecca Engelhardt zwei sehenswerte Gegenstoßtore beisteuerte.
Für die BÄREN spielten Sabine Stockhost und Hannah Melching im Tor, Sina Michels 4, Samira Brand 2, Sophia Sommerrock, Lea Marmodee, Saskia Fackel 6/2, Lara Eckhardt 2, Anna Michl, Lena Feiniler 6, Carmen Moser 6, Rebecca Engelhardt 4, Elena Fabritz 1, Katja Hinzmann.
Für Gröbenzell trafen: Vera Balk 8/3, Sina Fischer 5, Verena Obermaier 5, Svenja Jänicke 4, Amelie Bayerl 2, Beatrice Mazzuco 2, Ramona Nittel 1.