Albtal-Tigers gelingt der erste Schritt zur Wende

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Verbandsliga Herren – Gruppe B

HSG Ettlingen  –  HSG Walzbachtal     31:25       (13:11)

Am Samstagabend fand in der Franz-Kühn-Halle Bruchhausen das nächste Derby in der Verbandsliga der Herren in der Gruppe B statt. Die gastgebenden „Albtal-Tigers“ empfingen die HSG Walzbachtal zu einer für bei Clubs wichtigen Partie. Die Tigers hofften endlich den negativen Lauf mit drei Niederlagen in Folge beenden zu können, während die Truppe von Trainer Feldmann ihre positive Serie fortsetzen wollten. Unterschiedliche Vorzeichen.

Die erste Halbzeit brachte die erwartet spannende Auseinandersetzung, in der beide Teams auf Augenhöhe agierten. In der zweiten Hälfte fanden die Gäste aus dem Walzbachtal nicht mehr zu ihrem Rhythmus und mussten daher in der Abwehr immer wieder umstellen, um die Hausherren in ihrem Tempospiel bremsen zu können. Die Jungs von Trainer Burlakin bestraften nach Wiederanpfiff jeden Fehler des Gegners konsequent und zogen immer weiter davon. Nach sechzig Minuten stand ein 31:25 Erfolg der Albtal-Tigers zu Buche.

In der Anfangsphase agierten beide Mannschaften reichlich nervös und fanden vor allem in der Abwehr nur schwer in die Partie. Die Mannen aus dem Walzbachtal wurden von Spielmacher Marco Reichert dann nach und nach vor allem in den Angriffen sicherer geführt und lagen daher bis zu 20. Minute immer wieder in Front. Bei den Tigers funktionierte im ersten Drittel vor allem die Deckung, der Torhüter Luis Lagasse den notwendigen Rückhalt gab. Die Ettlinger Offensive hatte lange Zeit Probleme ihr Spiel gegen die 5:1 Deckung der Gäste in Gang zu bringen. Andrei Burlakin sah sich in der 19. Minute gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Kurz danach erzielte Vincent von Witzleben mit dem Treffer zum 8:7 die zweite Führung für sein Team. Die Feldmann Truppe erwischte es in dieser Phase dann hart, denn sie mussten in doppelter Unterzahl agieren und wurden kalt erwischt. Spielmacher Tobias Broschwitz und erneut von Witzleben nutzten die zahlenmäßige Überlegenheit und bauten die Führung auf 10:7 aus. Nur wenig später sorgte ein ungeschicktes Eingreifen von Jonas Weiß für eine Zeitstrafe auf der Tigers Seite, so dass die Gäste aus dem Kraichgau den Anschluss zum 11:10 erzielen konnten. In der Schlussphase der ersten Hälfte retteten die Mannen von Trainer Burlakin einen zwei Tore Vorsprung mit 13:11 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer ein verändertes Spiel. Die Hausherren übernahmen das Kommando und setzten die Namensvetter aus dem Walzbachtal immer mehr unter Druck. Philipp Karasinski und seine Rückraumkollegen Julian Frauendorff und Niklas Kary fanden endlich die Lücken in der Deckung des Gegners und nutzten die Chancen konsequent aus. In der 37. Minute war der Vorsprung auf 18:13 angewachsen, sodass Trainer Feldmann früh zum grünen Karton griff. Seine taktischen Vorgaben wurden aber von seinen Mannen nicht entsprechend umgesetzt. Die Ettlinger ließen sich auch durch eine Rote Karte für Spielmacher Kary nicht mehr aus der Spur bringen. Sein Partner auf der Mittelposition, Tobias Broschwitz,  behielt weiter die Übersicht und führte sein Team konzentriert in der Erfolgsspur. Die Burlakin Sieben spielte als der Gegner auf eine offene 2:4 Deckung umstellte, erfolgreich über die Außen und über Kreisläufer Lukas Ehrmann. Mit dieser Taktik konnte die Führung nicht nur gehalten werden, sondern bis zum Schlusspfiff sogar auf 31:25 ausgebaut werden.

Trainer Feldmann gratulierte den Kontrahenten zu dem verdienten Sieg, der vor allem durch die Schwächen seines Teams in der zweiten Hälfte zustande kam. Sein Gegenüber, Andrei Burlakin, war weitgehend zufrieden, obwohl er aber immer noch Baustellen entdeckte, die nun abgebaut werden müssen.

Bemerkenswert war in dieser Partie allerdings noch, dass die hohe Zahl an Zeitstrafen eigentlich ein hartes, unfaires Spiel vermuten lassen. Wer die Partie verfolgt hat, musste aber feststellen, dass die Akteure sehr sportlich miteinander umgegangen sind. Also warum so viele progressive Bestrafungen?

Für die Tigers spielten: Luis Lagasse, Felix Spohn  –  Julian Frauendorff (4), Jonas Weiß, Vincent von Witzleben (4), Jens Reule, Hannes Röpcke, Niklas Kary, Yannik Espe (2) Lukas Ehrmann (5), Rphael Morisco, Benedikt Hettich (8/6), Tobias Broschwitz (1), Philipp Karasinski (7)

Für die HSG W spielten:  André Stein, Ricco Krauß  –  Jakob Trumpf (3), Ruven Lang (1), Tim Lindörfer (1),Christoph Klos (1), Leonhard Paha (5), Christoph Schäfer (2), Marco Reichert (4),Jonas Schmidt (1), Nicolas Lücke (7), Philipp Arbogast