U19 der Rhein-Neckar Löwen auf dem Sprung ins Endspiel

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Die U19 der Rhein-Neckar Löwen ist im Rennen um die Deutsche Meisterschaft nicht zu bremsen. Nach den deutlichen Erfolgen in den K.-o.-Runden gegen Hanau, Minden und Dormagen setzte das Team von Trainer Daniel Haase auch im Halbfinal-Hinspiel gegen den SC DHfK Leipzig seine beeindruckende Siegesserie fort. Die Junglöwen gewannen bei den Sachsen nach einer souveränen Vorstellung deutlich mit 41:30 (20:14) und haben dadurch das Tor zum Endspiel mehr als weit aufgestoßen.

Mit einem komfortablen Polster von elf Toren hat der Löwen-Nachwuchs eine hervorragende Ausgangslage, um im entscheidenden zweiten Duell am Samstag den Einzug ins Finale vor heimischer Kulisse perfekt zu machen. Erfolgreichster Werfer in der „kleinen Arena“ in Leipzig war Elias Scholtes mit zwölf Treffern.

Coach Haase sehr zufrieden

„Wir sind sehr zufrieden mit der Intensität des Spiels, mit dem Tempo, das wir über weite Phasen gegangen sind. Die Abwehr hat Leipzig zu Fehlern gezwungen, die wir konsequent genutzt haben. Unser Ziel war es nach der Führung zur Pause, auch die zweite Halbzeit zu gewinnen, um dann eben ein gutes Polster für das Rückspiel zu haben und ich denke mit 41 Auswärtstoren in Leipzig haben wir da einen sehr guten Job gemacht. Generell hat sich dann die Breite des Kaders und die Aggressivität in der Abwehr ausgezahlt, so konnten wir Leipzig im Angriff und der Abwehr immer wieder vor Aufgaben stellen. Ich möchte aber auch die Teamleistung hervorheben und dazu gehören auch alle Jungs, die nicht gespielt haben. Alle standen auf und haben sich gegenseitig angefeuert. Das nennt man Teamgeist. Jetzt freuen wir uns erst einmal über diesen Auswärtssieg und bereiten uns dann ab Montag konzentriert auf das Rückspiel vor“, lautete die erste Reaktion von Daniel Haase nach dem Erfolg seiner Mannschaft.

Weichen sind schnell gestellt

Schon nach den ersten sieben Minuten war klar, wohin die Reise in diesem Halbfinal-Hinspiel gehen wird. Hier nahm Leipzigs Coach Matthias Albrecht seine erste Auszeit, zu diesem Zeitpunkt hatten die Junglöwen bereits auf 1:5 vorgelegt. Das Erfolgsrezept der Gäste in der Anfangsphase: Eine aggressive, kompakte Deckung mit Valentin Clarius und Robert Timmermeister im Innenblock, sowie Keeper Mats Grupe, der sich zu Beginn gleich mehrmals in Szene setzen konnte. So kamen die U19 Löwen schnell ins Tempo und markierten über den Gegenstoß Treffer um Treffer, während die Gastgeber kaum Mittel im Positionsspiel fanden und regelmäßig den Ball verloren – daran änderte auch das frühe Time Out zunächst nichts.

Nach dem zwischenzeitlichen 5:9 durch Valentin Clarius (15.) gelang es Leipzig kurzzeitig, das Spiel breiter aufzuziehen und den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen, doch die Junglöwen berappelten sich schnell wieder und konnten sich bereits zehn Minuten später auf 10:16 absetzen. Elias Scholtes, der sich an diesem Abend in bester Torlaune präsentierte, sorgte kurz vor der Pause für den 20. Treffer der Gäste, Leipzigs erfolgreichster Werfer der Partie Staffan Peter markierte den 14:20-Halbzeitstand.

Móré macht die 40 voll

Die zweiten 30 Minuten in der „kleinen Arena“ von Leipzig begannen so wie die ersten: Starke Abwehr der Gäste, Ballverluste der Gastgeber, einfache Tore für die Junglöwen. So baute das Haase-Team den Vorsprung innerhalb von nur wenigen Minuten auf 18:27 aus (38.). Die daraufhin folgende Umstellung der Leipziger auf eine offensivere 5:1-Deckung beeindruckte den Löwen-Nachwuchs wenig – nach 47 Minuten lagen die Gäste erstmals mit zehn Toren vorne (22:32).

Trotz dieser deutlichen Führung schalteten die U19 Löwen in der Schlussphase keineswegs einen Gang zurück, sondern hielten den Druck auf das gegnerische Tor weiter aufrecht. Zwei Minuten vor Ende klingelte es dann zum 40. Mal im Leipziger Gehäuse, als David Móré einen weiteren Gegenstoß der Gäste erfolgreich abschließen konnte. Mit Tor Nummer 41 sicherten sich die Junglöwen einen Vorsprung von elf Toren für das entscheidende Rückspiel am Samstag um 20 Uhr in der Stadthalle Östringen.

Torschützen für die Junglöwen U19: Elias Scholtes (12), Matthis Blum (5/5), David Móré (4), Valentin Clarius (4), Lion Zacharias (3), Niklas Michalski (3), Robert Krass (3), Jan Kraft (3), Theo Straub (2), Robert Timmermeister (2).

Quelle: Kai Henninger – Pressesprecher der Junglöwen