U19 sichert sich den Staffelsieg

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Das erste Zwischenziel ist erreicht. Am vorletzten Vorrundenspieltag der A-Jugend-Bundesliga bezwingen die Rhein-Neckar Löwen das HLZ Friesenheim-Hochdorf mit 33:23 (16:12) und sind damit nicht mehr vom Tabellenplatz eins der Staffel Süd zu verdrängen. Das über weite Strecken einseitige Rhein-Neckar-Derby gegen die Gäste aus der Vorderpfalz bescherte den Junglöwen den achten doppelten Punktgewinn im achten Spiel.

Der Sieg der Junglöwen war, wie von den Trainern beider Mannschaften vor der Partie prophezeit, zwar jederzeit ungefährdet, aber unterm Strich doch teuer bezahlt. Denn Robin Kull, der sich nach monatelanger Verletzungsmisere wieder ins Team zurückgekämpft hatte, knickte nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung unglücklich um und konnte nicht mehr weiterspielen. Erste Diagnose: Bänderriss im Sprunggelenk. Alles Gute und schnelle Genesung für den wurfgewaltigen Linkshänder, auf dass er sein Team schon bald wieder mit seinen Toren aus der zweiten Reihe unterstützen kann.

Das Spiel des Tabellenersten gegen den Neunten glich in der ersten Hälfte phasenweise einem Tempogegenstoßtraining für die Außenspieler, allen voran dem pfeilschnellen Fabian Schwarzer, der am Ende des Tages mit elf blitzsauberen Treffer bester Torschütze des Abends war. Dabei konnte sich das HLZ bei seinem glänzend aufgelegten Schlussmann, dem Ex-Junglöwen und amtierenden Deutschen B-Jugend-Meister Nils Meiser im Tor bedanken, dass der gelb-blaue Express die Gäste nicht bereits in den ersten 30 Minuten komplett überrollte. Ein ums andere Mal stand Meiser den Torerfolgen der Junglöwen im Weg und hatte in der ersten Halbzeit bereits zehn Paraden auf der Habenseite. Ein Umstand, der Löwencoach Daniel Haase nicht gefallen konnte, machten die Hausherren mit ihrer verbesserungswürdigen Chancenauswertung die unterlegenen Gäste doch immer wieder aufs Neue stark.

Die DNA der Junglöwen

So waren es am Ende die Unkonzentriertheiten im Abschlussverhalten der Junglöwen, die verhinderten, dass die von Daniel Haase entwickelte 60-60-Regel vollends aufging. Der Gedanke: wer in einem Spiel 60 Angriffe fährt und davon 60 % ins Ziel bringt, erzielt 36 Tore und wird – gestützt auf eine solide Abwehr – das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen. Dies beschreibt perfekt die DNA des so erfolgreichen Löwenhandballs – hinten ballorientiert verteidigen und vorne Tempo, Tempo, Tempo!

Zum Abschluss der Vorrunde gastieren die Junglöwen am kommenden Samstag bei der JSG Balingen-Weilstetten (Anpfiff 14 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen). Das nächste Etappenziel haben die Gelbhemden dabei bereits fest im Blick, verlustpunktfrei in die Meisterrunde einzuziehen, die nach nur einer Woche Pause bereits im Dezember beginnt. Hier werden die Junglöwen in einer deutschlandweiten Achtergruppe ihre Kräfte mit dem Erst- und Viertplatzierten der Staffel West messen sowie mit den Zweit- und Drittplatzierten der Staffel Nord-Ost sowie der Staffel Mitte. Komplettiert wird die Staffel durch den Viertplatzierten aus dem Süden. Es stehen der Haase-Sieben also nicht nur spannende sportliche Herausforderungen bevor, sondern auch lange Auswärtsfahrten – ganz wie bei den Profis.  

Für die Junglöwen spielten: Luca Berghoffer, Dave Hörnig (beide im Tor), Philipp Alt (5), Felix Göttler, Lennart Karrenbauer (4), Robin Kull, Cedric Mayer, Alexander Momber, David Móré (5/2), Lucas Pabst (1), Fabian Schwarzer (11), Theo Sommer  (3), Theo Straub (4), Valentin Willner.

Quelle: Kai Henninger – Pressesprecher der Junglöwen