Keine Punkte in Erlangen

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SG Leutershausen
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Die letzte Auswärtsreise der Saison war erfolglos. Während am Samstagabend in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle die Bundesligareserve des HC Erlangen verdiente Spieler verabschiedete und gemeinsam mit den Fans mit Freibier den Heimsieg begoss, schlichen die Akteure der SG Leutershausen leise vom Parkett. Mit 25:32 mussten sich die Roten Teufel verdient bei den Mittelfranken geschlagen geben, die personalgeschwächte Mannschaft von Trainer Frank Schmitt erlaubte sich insgesamt zu viele Fehler, die die junge, dynamische Erlangener Auswahl mit schnellen Gegenstößen eiskalt bestrafte. Erfreulich war aber, dass am vorletzten Spieltag der Drittliga-Saison SGL-Abwehrchef Manel Cirac zurückkehrte und nach überstandener Verletzung sein Comeback feierte. 
„Das ist aktuell einfach eine sehr schwierige Situation“, sagte Schmitt nach Abpfiff, „wenn im Rückraum so viele Stammkräfte fehlen, dann wird es einfach extrem hart.“ Für sein Team ging es schlecht los. Weil Leutershausen den Anfang der Partie verschlief und zeitgleich Erlangen hellwach war, sprach das Ergebnis relativ schnell eine eindeutige Sprache: Nach zwölf Minuten traf Benedikt Kellner zum 10:3 für die Gastgeber – höchste Zeit für Coach Schmitt die erste Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft neu zu ordnen. Es klappte, Leutershausen, das von Maximilian Hornstein aus der Zweiten Mannschaft verstärkt wurde, kämpfte sich zurück, auch, weil der junge Jörn-Thore-Döding im Tor über sich hinauswuchs und einige freie Würfe hintereinander entschärfte. In Zahlen: Als Linksaußen Gianluca Pauli nach knapp 20 Minuten zum 9:10-Anschlusstreffer einnetzte, schien das Spiel wieder offen. 
„Insgesamt haben wir das Spiel im Angriff verloren“, sagte Schmitt. Die Leutershausener Deckung, so der Übungsleiter, sei eigentlich in Ordnung gewesen, auch wenn man berücksichtigen müsse, dass Manel Cirac erst seit kurzem wieder gemeinsam mit der Mannschaft trainiert: „Die vielen technischen Fehler haben Erlangen dann natürlich in die Karten gespielt. Sie konnten einen Konter nach dem anderen laufen.“
Dass Rückraumspieler Hendrik Wagner fehlte, war deutlich zu spüren. So versuchte es der SGL-Rückraum mit Philipp Jaeger, Ernst Mantek und Niklas Ruß häufig im Zusammenspiel mit dem Kreis. Es klappte nur teilweise, denn mit laufender Spieldauer hatte sich das Team von Tobias Wannenmacher auf die taktische Variante eingestellt. 
Zwar schafften es die Roten Teufel unmittelbar nach der Halbzeit nochmal den Rückstand auf vier Tore zu verkürzen (20:16/35.), als Erlangen aber wieder konzentrierter spielte und das Tempo anzog, verpasste man es aber, den Anschluss zu halten. Der HCE baute den Vorsprung aus. Schmitt: „Erlangen ist aber auch echt stark, das hat man heute wieder gesehen. Sie spielen eine gute Defensive und gehen mit Tempo nach vorne.“ 
Am kommenden Samstag (19 Uhr) steht das Saisonfinale in der Heinrich-Beck-Halle gegen den bereits feststehenden Oststaffel-Meister ThSV Eisenach an. 
HC Erlangen U23 – SG Leutershausen 32:25 (18:12): Hübe, Döding – Bernhardt 2, Schwarz, Stippel 1, Jaeger P. 7, Ruß 4, Cirac 1, Schwechheimer, Gasser, Hornstein 1, Seganfreddo 1, Mantek, Pauli 8/4, Streitberger.