TSG Eintracht zeigt wieder ihr anderes Gesicht; Gastgeber Rot nahezu chancenlos (27:34)

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TSG Eintracht zeigt wieder ihr anderes Gesicht; Gastgeber Rot nahezu chancenlos (27:34) 

Erneut sorgte eine Begegnung gegen den TSV Rot für eine Trendwende bei der TSG Eintracht. Während der Hinrunde folgte auf eine deftige Klatsche beim TV Knielingen ein furioser Heimsieg und auch jetzt sollte die Eichhorn-Truppe nach dem desolaten Auftritt beim TV Friedrichsfeld vom Dienstag wieder gegen das Meiser-Team ihr wahres Leistungsvermögen abrufen. Mit einer sauberen Mannschaftsleistung dominierten die Wölfe über fast die gesamte Spieldauer das Geschehen und fuhren dementsprechend durch einen 27:34-Erfolg zwei extrem wichtige Zähler für den Klassenerhalt ein.

Treuen Beobachtern fiel dabei sofort das Fehlen von Headcoach Niels Eichhorn auf. Der ehemalige Zweitliga-Spieler wurde zu einer mehr als fragwürdigen Sperre verurteilt und deswegen stand Abteilungsleiter Stephan Verclas als zweiter Offizieller bereit. Aber auch beim Spielermaterial musste die TSG Eintracht Abstriche machen, denn Dennis Bastel, Axel Schöffel, Sebastian Hellwig und Maximilian Schneider fehlten immer noch verletzt. Dafür stand Torwart Sebastian Kaiser nach seinem Indien-Aufenthalt wieder zur Verfügung. Zunächst legten die Hausherren bis zur erstmaligen Gäste-Führung (04:05 / 09.) stets einen Treffer vor. Doch dann spielte das Wolfsrudel groß auf und setzte sich mit fünf Toren ab (04:09 / 15.). Wie vorab gefordert wurde alles, was beim Friedrichsfeld-Gastspiel noch vermisst worden ist, auf die Platte gebracht. Die Angriffe wurden dynamisch aus der Bewegung gefahren und sich dann dadurch geduldig gute Chancen erarbeitet. Auch die Defensive zeigte sich enorm verbessert und verdiente sich gemeinsam mit dem souveränen André Treiber die Bezeichnung Abwehrverbund redlich. Bis zur Halbzeit zogen die Gäste dann entsprechend auf 12:18 davon.

Doch Rot würde sich nicht aufgeben, soviel stand fest, denn als Vorletzter des Tableaus hätte der TSV dringend einen Erfolg benötigt. Aber die TSG Eintracht machte den Gastgebern mit demselben Maß an Konzentration und Laufbereitschaft weiter als Einheit das Leben schwer. Auch durch die frühe Rote Karte für Rainer Verclas (34.) ließ sich das Rudel nicht beirren und setzte weiter Nadelstiche (15:25 / 39.). Während der fünfzigsten Minute war der Vorsprung gar auf zwölf Treffer angewachsen (18:30), die endgültige Vorentscheidung. Zwischenzeitlich gesellte sich Julian Bastel nach seiner dritten Zeitstrafe noch zu Rainer Verclas auf die Tribüne und die Hausherren beschönigten noch etwas das Ergebnis zum Endstand von 27:34. Die Mannschaft hat den geforderten Sinneswandel vollzogen und ihr anderes Gesicht gezeigt. Grundstein für diesen Big Point für den Klassenerhalt war zweifelsfrei eine blitzsaubere Teamleistung. Vertretungstrainer Stephan Verclas meinte dementsprechend nach der Begegnung: „Das hat heute richtig Spaß gemacht, ein unglaubliches Auftreten als Mannschaft. Wir sind alle sehr zufrieden, aber die Truppe hat es Uwe (Co-Trainer, Anm. d. Red.) und mir auch außenordentlich einfach gemacht. Das war ein enorm wichtiger Schritt zum Ligaverbleib.“

Doch diese Leistung darf sich nicht als Eintagsfliege entpuppen, der Klassenerhalt ist nämlich noch nicht endgültig eingetütet. Mit der Begegnung gegen die abstiegsbedrohte SG Stutensee-Weingarten am 13.03. um 16:30 Uhr daheim wartet erneut eine richtungsweisende Partie auf die Eichhorn-Truppe. Dabei sollte die Mannschaft ihr hoffentlich wahres Gesicht zwingend beibehalten.

TSG Eintracht: Treiber, Kaiser; Konietzny (4), T. Pristl (5), Skade (4/2), J. Bastel (4), Klein (2), Koffeman (6), N. Großhans (3), R. Verclas (2), Fackel (1), Stadler (3), Duwe.

bs