„Albtal-Tigers“ spielten den Favoriten an die Wand

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Verbandsliga Herren – Gruppe B

HSG Ettlingen : TGS Pforzheim II 37:20. (19:6)

Wie nahe Freud und Leid im Sport beieinanderliegen haben in den vergangenen Tagen nicht nur viele Sportler bei der Olympiade erlebt, sondern mit diesen Erkenntnissen wurden auch die Handballer aus Ettlingen und Pforzheim konfrontiert. Die Jungtalente des Drittligisten TGS Pforzheim reisten als klarer Favorit zu der Begegnung mit den „Albtal-Tigers“. Sie hatten unter Trainer Florian Taafel eine vorzügliche Runde hingelegt und hatten sich lange schon für die Aufstiegsrunde in der Verbandsliga qualifiziert. Anders sah das bei den Gastgebern aus. Am letzten Spieltag mussten die Jungs von Trainer Andrej Burlakin im Derby gegen den Namensvetter aus dem Walzbachtal eine bittere und unnötige Niederlage hinnehmen und standen vor den letzten drei Partien mächtig unter Druck.

Unter der Woche haben sich Trainer, Mannschaft und die Verantwortlichen der Abteilung zu einer Aussprache getroffen und haben dadurch zu einer Wende beigetragen. Die „Tigers“ wollten im Rückspiel eine Revanche für die derbe 29:22 Pleite im Hinspiel anstreben und versprachen am Sonntagabend über sechzig Minuten volle Konzentration auf die Platte bringen. 

Vom Anpfiff zeigte die Burlakin Sieben, dass sie an diesem Abend die Halle unbedingt als Sieger verlassen wollte. In der Abwehr arbeitete jeder für jeden und unterstützte vor allem Torhüter Felix Spohn. Die Nummer eins der Gastgeber glänzte vor allem in der ersten Hälfte mit tollen Reaktionen und sorgte mit über 60% gehaltenen Bällen dafür, dass sein Team von Anfang an Herr im Hause war. So gelang es den Hausherren immer wieder den Gästen die Harzkugel zu stehlen und mit schnellen Gegenstößen selbst erfolgreich zu sein. Nach zehn Minuten lagen die „Tigers“ mit 8:2 in Front und zeigten bis dahin keine Schwächen. Trainer Burlakin gönnte dem einen oder anderen Spieler aus der Startsieben eine Pause und konnte zufrieden feststellen, dass die Wechselspieler den Schwung nicht nur beibehielten, sondern den Vorsprung noch ausbauen konnten. Am Ende des ersten Viertels hatten die Gastgeber eine sichere Führung von 12:4. Vor allem die Paraden von Torhüter Spohn sorgten dafür, dass die Gastgeber mit 19:6 in die Pause gehen konnten. 

Nach dem Wechsel arbeiteten die Jungs von Trainer Burlakin mit gleicher Konzentration weiter und überstanden auch die Bemühungen des Tabellenzweiten, vielleicht doch noch etwas ändern zu können. Setzten die Gäste einmal einen Treffer, folgte postwendend die richtige Antwort der Angreifer der Albgauer. Nach Ende des dritten Viertels war die Partie schon entschieden. Die „Tigers“ hatten den Vorsprung auf 31:14 ausgebaut und erbrachten endlich den Beweis, dass aus den talentierten Jungs endlich ein funktionierendes Team werden kann. Andrej Burlakin betonte nach Spielende, dass er besonders stolz auf die geschlossene Leistung seines Teams ist. An diesem Abend haben alle Rädchen ineinandergegriffen. Nach Ende der gesamten Spielzeit stand auf der Anzeigetafel ein überragender 37:20 Erfolg der „Albtal-Tigers“. 

Abteilungsleiter Frank Roth fiel sichtlich ein Stein vom Herzen. Nach diesem Erfolg haben seine Jungs die Qualifikation für die Aufstiegsrunde gesichert und können die Spiele gegen Eggenstein und Odenheim/Unteröwisheim mit weniger Druck angehen. 

Für die Tigers spielten: Felix Spohn, Luis Lagasse  –  Julian Frauendorff (9), Jonas Weiß (3), Vincent von Witzleben (4), Jens Reule (1), Hannes Röpcke (2), Philipp Karasinski (3), Niklas Kary (3), Dirk Ibach (3), Yannik Espe (3), Lukas Ehrmann (2), Benedikt Hettich (3/1), Tobias Broschwitz (1)

Für die TGS spielten: Dominik Leskovic, Lukas Sauer  –  David Kautz (1), Jan Straub (2), Matthias Höfflin, Robert Kasperzak (2), Alex Hager, Paul Koppler, Marvin Kessel, Niklas Seyfried, Tobias Bitter, Benedikt Theis, Moritz Seifried (5), Lennart Cotic (10/1)