Kreisliga Karlsruhe: TSM – KIT SC 24:29 (13:15)

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Turnerschaft Mühlburg
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Mühlburg von allen guten Geistern verlassen!

Zum drittletzten Spieltag der Hinrunde gastierte am vergangenen Sonntag die Uni-Truppe des KIT in der Mühlburger Festung. Nach dem ersten Saisonsieg gegen den PS Karlsruhe vor Wochenfrist hoffte man im Mühlburger Lager auf den sprichwörtlich geplatzten Knoten und den Beginn einer kleinen Serie.

Die ersten Spielminuten verliefen dann auch nach Plan. Jonas Schmid krönte den ersten Mühlburger Angriff mit einem spektakulären Treffer aus unmöglichem Winkel, der folgende Gegenzug der Gäste wurde durch die neu formierte TSM-Defensive abgewehrt. Philipp Rüdinger konnte im Anschluss auf 2:0 erhöhen, ehe der KIT SC zu seinem ersten Treffer kam (2:1). In der Folge offenbarte die TSM dann wieder die seit Wochen anhaltenden Probleme. In der Offensive wurde zumeist statisch und ohne Druck agiert, die Defensive positionierte sich viel zu offensiv und wurde reihenweise ausgetanzt. Die oft beschworenen „einfachen“ Treffer durch Gegenstöße und / oder schnelle Anwürfe blieben nahezu vollständig aus, da kein Tempospiel entwickelt wurde. Zusätzlich wurde das Mühlburger Abwehrzentrum über annähernd 60 Spielminten gnadenlos von seinen Nebenleuten im Stich gelassen, wodurch der agile gegnerische Kreisläufer selten wie nie aus dem Spiel genommen werden konnte. Folgerichtig sahen die tapferen Zuschauer handballerische Magerkost, wobei der KIT SC noch etwas konsequenter blieb und mit einer knappen Führung (13:15) in die Kabinen einziehen konnte.

Nach der Pause flammte kurzfristig Hoffnung auf, denn die TSM kam wie verwandelt aus der Kabine. Innerhalb von wenigen Angriffen war der Rückstand egalisiert und Mühlburg lag wieder in Front (18:17). Der Vorsprung wurde sogar auf zwei Treffer ausgebaut (20:18), dann war es auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Völlig ohne Not und ohne jeglichen Zeitdruck wurden zwei Angriffe hintereinander mit positions- und chancenlosen Würfen abgeschlossen und die Gäste kamen zum Ausgleich. In der Folge blieb die Abwehr der Hausherren weiterhin ohne Zugriff zum Spiel und sieben Minuten vor dem Ende sah man sich plötzlich mit 22:24 im Hintertreffen. TSM-Coach Hellmann wechselte zu diesem Zeitpunkt teilweise sein Personal. Im folgenden Angriff gelang der Anschlusstreffer zum 23:24 und in der Abwehr erkämpfte man sich denn Ball. Eine vollkommen unnötige Disziplinlosigkeit führte dann zu einer Hinausstellung für die TSM, wodurch man in dieser wichtigen Spielphase in Unterzahl agieren musste. KIT nutzte die nummerische Überlegenheit (Mühlburg agierte während der Schlussphase kaum noch vollzählig) und kam am Ende völlig verdient zu einem 24:29 Auswärtssieg.

Fazit: Momentan gibt es im Spiel der Mühlburger so viele offenkundige Baustellen, dass dringend bedeutsame Maßnahmen zu ergreifen sind, ehe das Schiff nach mittlerweile 13 Kreisliga-Jahren endgültig sinkt. Es sind noch viele Spiele zu absolvieren und Vieles ist möglich, die Uhr zeigt allerdings bereits Schlag 12!

Wir bedanken uns bei unseren tapferen Fans für die Unterstützung!

Für die TSM spielten: Alex Böhme (Tor), Daniel Strack (Tor), Philipp Rüdinger (6), Jonas Schmid (4), Tobias Funk (3), Daniel Willaredt (2), Markus Dürr (2), Sascha Lichtenwalter (2), Daniel Scheurer (2), Stefan Scheurer (2/2), Sven Wicky (1), Markus Leiser, Philip Kratz und Marc Skoupi.