Der HSV knackt eine ganz harte Nuss

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HSV Hockenheim

Handball-Badenliga: Hockenheim bezwingt SG Heidelsheim/Helmsheim mit 29:25 Toren

Zumindest bis Sonntag Abend ist der HSV Hockenheim in der Handball-Badenliga der Krösus, denn im Wochentagsspiel setzten sich die Rennstädter gegen die starke SG Heidelsheim/Helmsheim mit 29:25 (15:16)-Toren durch und führen wegen eines mehr ausgetragenen Spiels die Tabellen mit 12:0 Punkten vor dem ebenfalls noch verlustpunktfreien TSV Amicitia Viernheim (10:0) an. Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit, bis der HSV den sechsten Sieg im sechsten Spiel unter Dach und Fach gebracht hatte, denn die Gäste aus dem Kreis Bruchsal entpuppten sich als die erwartet dynamisch aufspielende Einheit, die auch in der ersten Halbzeit recht deutlich den Ton angab.

Die recht junge Hockenheimer Mannschaft hat aber bei ihren Fans und auch bei den HSV-Verantwortlichen viel Kredit. Beim 15:16-Pausenrückstand war sich  Hubert Renz sicher: „In der zweiten Hälfte stoßen wir den Bock noch um…,“ war sich der langjährige HSV-Betreuer schon sicher, dass die Partie noch zum Guten gewendet wird. Und er sollte recht behalten.

Zuvor ließen sich Philippe Schinke, Mark Zorn, Sergiu Dumitru, Felix Gubernatis und Co. von einer exzellent aufspielenden Gästemannschaft ein ums andere Mal überraschen. Vor allem Benjamin und Adrian Boudgoust trafen für die Gäste in den ersten 30 Minuten einfach aus allen Lagen  und stellten die Hockenheimer Defensive vor größte Probleme. Das schlug sich auch in den Zwischenständen nieder. 3:5 (8.), 7:10 (16.) und 11:14 (23.) lag der HSV gegen die SG H/H zurück, die in den ersten 20 Minuten über eine fast achtzigprozentige Wurfausbeute verfügte und damit deutlich vor dem Hockenheimer Team lag, das in dieser Phase zu oft am guten Gäste-Keeper Pascal Boudgoust scheiterte. In dieser Zeit war es der immer besser in Fahrt kommende Philippe Schinke, der mit treffsicheren Distanzwürfen seine Mannschaft im Spiel hielt. Erst in der 29. Minute konnte Tobias Pristl für den HSV den vermeintlich beruhigenden 15:15-Gleichstand einwerfen, doch eine HSV-Unachtsamkeit zwei Sekunden vor der Pause nutzte Benjamin Boudgoust für das 16. Gästetor.

Mit viel Wut im Bauch und einer heftigen Ansprache von Trainer Haris Halilovic kamen die eigentlich zu Hause sieggewohnten Hockenheimer zur zweiten Hälfte aufs Parkett. Aber erst einmal warfen die Heidelsheimer das 17. Tor, bevor Janis Wolf mit einem sicher verwandelten Strafwurf, Mirko Hess mit einem Kunstwurf von der Außenlinie, Schinke und Daniel Müller innerhalb von nur drei Minuten das Ergebnis auf 21:17 stellten und für viel Ruhe in der Jahnhalle sorgten. Von der 36. Minute an verlief das Spiel dann in den erwarteten Bahnen.  Torwart David Rojban konnte sich jetzt mehr auf seine Vorderleute verlassen, die deutlich energischer als in Hälfte eins zu Werk gingen. Als Hockenheim in der 42. Minute mit 25:20 Toren führte erlahmte der Widerstand der wackeren Gästespieler, die sich jetzt einen Fehler nach dem anderen erlaubten. Beim 28:22 (57.) war die Partie längst entschieden, der 29:25-Endstand nur noch Formsache.

„Wochentagsspiele sind einfach nicht unser Ding. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den vergangenen acht Jahren mal eine Partie unter der Woche gewonnen haben. Aber wir sind heute auf eine gegnerische Mannschaft getroffen, der in der ersten Halbzeit viel gelungen ist. Deren Ausbeute war lange Zeit genial. Aber da habe ich schon gehofft, dass wir in der zweiten Halbzeit den längeren Atem haben werden. Und das hat sich dann auch bestätigt. Wir haben geduldig auf unsere Chance gewartet und dann auch genutzt. Dieses disziplinierte Spiel zeichnet uns derzeit aus. Jetzt haben wir endlich mal ein paar Tage frei, bevor es am 3. November nach Friedrichsfeld geht…,“ zeigte sich Hockenheims Coach Halilovic von der Gesamtleistung seiner Mannschaft zufrieden.

HSV: Rojban, Lang, Pristl (2), Müller (2), Nees (1), Wolf (6/4), Stotz (1), F. Gubernatis (3), Hess (5), Dumitru (1), Zorn (2), Schinke (6), Reinhardt.   teu

Quelle: HSV Hockenheim