Die Kurpfalz Bären gewinnen glanzlos, aber hoch

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Rebecca

Dritte Handball-Liga der Frauen: TV Möglingen – TSG Ketsch 21:32 (10:14)

Hoch gewonnen – schlecht gespielt! Auf diesen eher ungewöhnlichen Nenner lässt sich der wenig souveräne Auftritt des Spitzenreiters beim TV Möglingen bringen. Gegen eine durch Krankheit und Verletzung gebeutelte Möglinger Mannschaft wirkten die Schützlinge von Rudi Frank und Tom Löbich über weite Strecken des Spiels einfallslos und uninspiriert. Vom zuletzt gepriesenen Hochgeschwindigkeits-Handball und von Kombinationsfreude konnte nur in Ausnahmefällen die Rede sein. Als in der ersten Phase der zweiten Hälfte Möglingen immer näher kam, mussten die zahlreich mitgereisten Fans einige bange Minuten überstehen. Immerhin besannen sich die Bären in der Schlussphase auf ihre eigentlichen Stärken. Kate Schneider traf jetzt nach Belieben und Saskia Fackel sowie Lene Ebel entdeckten ihre Lust am entschlossenen Torwurf.

Hannah Melching und die Gegenstöße

Das Spiel begann wie erwartet: Mit einer starken Hannah Melching im Tor gelangen den Gästen einfache Gegenstöße und über 3:6 ging es nahezu problemlos weiter bis auf 6:11 in der 23. Minute. Doch dem aufmerksamen Zuschauer entging nicht, dass Ketsch lediglich im schnellen Umschaltspiel auf Touren kam, im Positionsangriff aber langsam, ideenlos und fahrig agierte. Die 10:14 Pausenführung war daher auch keinerlei Ruhekissen für die Gäste. Es sollte aber noch schlimmer werden. Möglingen schaffte trotz seiner Personalsorgen mit 12:14 den Anschluss und in der 44. Minute war beim 15:17 noch alles möglich. Gerade drei Treffer hatten die Bären bis dahin in der zweiten Halbzeit erzielt.

Ein Warnschuss zur rechten Zeit

In der letzten Viertelstunde waren die Gastgeberinnen mit ihrer Kraft am Ende, und die Bären besannen sich auf ihre Vorzüge. Doch man sollte nicht einen dicken Wintermantel des Schweigens über das Bärenfell ziehen. Denn es war zu offensichtlich, dass eine solche Leistung gegen die Spitzenteams der Liga nicht ausreichen wird. Vielleicht kommt die anstehende Denkpause zum richtigen Zeitpunkt, da das Spiel gegen die ebenso verlustpunktfreie Mannschaft aus Gröbenzell verlegt werden musste. Dieses Highlight steht jetzt erst am 20. Dezember in der Neurotthalle an.

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team: Hannah Melching, Katja Heinzmann und Jule Wolf im Tor,

Sina Michels (3), Saskia Fackel (9), Kate Schneider (5/1), Lene Ebel (7), Lena Feiniler (3), Samira Brand (1), Yvonne Rolland (1), Anna Widmaier (2), Justine Stindl (1), Rebecca Engelhardt, Rebecca Berg.