Rhein-Neckar Löwen ziehen souverän in die Gruppenphase des EHF-Cup ein

0
1180

Die Rhein-Neckar Löwen haben das erste Ziel im diesjährigen EHF-Pokal erreicht und ziehen nach zwei Siegen gegen SKA Minsk in die Gruppenphase ein. Die Auslosung der Gruppen erfolgt am 28. November in Wien und die Spiele beginnen dann im Februar 2020. Über Spieltage, Orte und Anwurfzeiten informiert „Handball-Baden“ dann rechtzeitig.

Nachdem die Badener am vergangenen Sonntag die Auswärtsbegegnung in Minsk mit 28:32 für sich entschieden hatten, galt es nun am Mittwochabend in der BGB-Halle in Mannheim den Sack endgültig zuzumachen. Die Hausherren starteten sehr konzentriert in die Partie und führten schnell mit 6:1, womit sie die 1038 Zuschauer sofort in Stimmung gebracht hatten. Die Löwen agierten vor allem in der Abwehr sehr konsequent und ließen den Weißrussen kaum die Möglichkeit in ihren Spielrhythmus zu finden. Durch die aufmerksame Abwehrarbeit verleiteten die Gelbhemden ihre Gegner immer wieder zu Fehlern, die Patrick Groetzki und seine Kameraden gerade in der Anfangsphase zu schnellen Gegenstößen nutzten. Gästetrainer Ihar Papruha legte in der 12. Minute schon zum ersten Mal den grünen Karton auf den Zeitnehmertisch. Die taktischen Änderungen brachten bei Minsk jedoch keine Verbesserung, so dass die Löwen ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten.  Nachdem Trainer Kristjan Andresson vom Anpfiff weg seinen Leistungsträgern Uwe Gensheimer und Alexander Petersson eine Ruhepause gönnte, nahm er bei dem beruhigenden Vorsprung Nationalrechtsaußen Groetzki von der Platte und brachte Nachwuchsmann Tim Ganz., der sofort mit einem Tor auf sich aufmerksam machte. Während einer Zeitstrafe für Ilija Abutovic geriet das Bollwerk der Gastgeber etwas ins Wanken und die Weißrussen rückten den Löwen näher auf den Pelz. Trainer Andresson reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Mads Mensah und Jerry Tollbring hatten danach die richtige Antwort parat und stoppten damit den Lauf der Gäste. Bis zur Pause ließen die Löwen keinen Gegentreffer mehr zu und nahmen eine 15:6 Führung mit in die Kabine. 

Jersey Tollbring nutzte die Gelegenheit lange auf der Platte sein zu dürfen (Foto: cls)
Romain Lagarde machte viel Druck aus dem linken Rückraum (Foto: cls)

Die Gastgeber starteten erneut hellwach in die Anfangsphase, packten in der Abwehr konzentriert zu und nutzten die Ballgewinne zu den nächsten beiden Toren. In der 38. Minute gelang den beiden Youngters Tollbring und Ganz der wohl schönste Treffer der Partie. Der junge Schwede eroberte die Harzkugel und schickte seinen Kollegen auf die Reise. Ganz tanzte noch zwei gegnerische Abwehrspieler aus und markierte souverän das 18:9. Angesichts des sicheren Vorsprungs hatte der Löwen-Coach in der zweiten Halbzeit seinen Spielmacher Andy Schmid auf der Bank gelassen und wechselte munter durch. An diesem Abend war es wohl gleichgültig, wen die Badener ins Rennen schickten, denn es gab keinen Bruch mehr in ihrer Spielweise. Gedeon Guardiola schraubte mit seinem dritten Gegenstoßerfolg die Differenz erstmals auf zehn Tore. Die Gäste leisteten im letzten Viertel keinen größeren Widerstand mehr, so dass die Löwen nicht mit vollem Tempo zu Werke gehen mussten. Die Andresson Truppe muss am Sonntag schon wieder in der Bundesliga im Baden-Württembergischen Duell gegen den TBV Stuttgart auf die Platte. Die Hausherren blieben jedoch bis zum Schlusspfiff hoch konzentriert und brachten den 29:17 Erfolg sicher nach Hause.

Steffen Fäth bot eine gute Leistung im Rückraum der Löwen (Foto: cls)

Die Rhein-Neckar Löwen spielten: Mikael Appelgren, Andreas Palicka – Andy Schmid (2/1), Uwe Gensheimer, Niclas Kirkeløkke (4), Romain Lagarde (1), Jerry Tollbring (3), Ilija Abutovic, Mads Mensah (2/1), Steffen Fäth (2), Patrick Groetzki (4), Gedeon Guardiola (4), Alexander Petersson, Jesper Nielsen (3), Tim Ganz (2), Jannik Kohlbacher (2)

Für SKA Minsk spielten: Ivan Maroz, Aliaksai Kishou  –  Hleb Leukhin (1), Yulyan Hiryk (2), Yan Sabko, Mikalai Aliokhin (2/2), Dzmitry Nikulenkau (2), Dzmitry Kamyshyk (1), Uladzislau  Kryvenka (1), Dzianis Rutenka, Aliaksei Ushal, Bogdan Cherkashchenko (3), Mikita Kinl, Viachaslau Bokhan (4), Ivan Brouka, Siarhei Shylovich (1)