Die SG Odenheim/Unteröwisheim erkämpfte sich zum Schluss der Vorrunde zwei Punkte gegen die „Albtai-Tigers“

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Es ist immer gefährlich Begegnungen in Angriff zu nehmen, denen eigentlich niemand mehr eine Bedeutung zukommen läßt. Diese Erfahrung mussten die „Albtal-Tigers“ im Auswärtsspiel der Verbandsliga bei der SG Odenheim/Unteröwisheim machen.

Für beide Mannschaften waren schon vor dem letzten Spieltag der Vorrunde die Würfel gefallen: die Gastgeber werden die Saison nun in der Abstiegsrunde fortsetzen, während die Gäste in der Aufstiegsrunde ihr Glück versuchen. Die Punktevergabe für die Partie am Sonntagabend hatte also keine Bedeutung mehr.

Diese Tatsache war aber offensichtlich bei den Akteuren beider Teams anderes angekommen. Die Gastgeber agierten vom Anpfiff weg mit hoher Intensität und Aggressivität. Die Jungs von Trainer Andrej Burlakin legten zunächst eine gewisse Lässigkeit aufs Parkett, was zur Folge hatte, dass die Burlakin Sieben nach zehn Minuten 5:1 in Rückstand geriet. Dann ging ein Ruck durch das Team und die „Tiger“ begannen zu kämpfen. Tor um Tor verringerten sie die Differenz und schafften nach dem ersten Viertel den Ausgleich zum 5:5. Die mitgereisten Fans hofften, dass die Mannschaft nun ihren Rhythmus gefunden hatte, wurden aber bitter enttäuscht. Die Jungs aus dem Albtal gerieten durch individuelle Fehler im Angriff wie in der Abwehr immer wieder ins Hintertreffen und mussten sich mächtig ins Zeug legen, um die Hausherren nicht erneut davon ziehen zu lassen. Bis zum Pausensignal blieb es eine umkämpfte Begegnung, in der die Kraichgauer mit 12:11 die Nase vorne behielten.

Der Verlauf der ersten Hälfte setzte sich auch nach Wiederanpfiff fort. Die SG kämpfte in der Abwehr, unterstützt von guten Torwartleistungen, um jeden Ball. Mit schnellen Umschaltaktionen setzten die Gastgeber die „Tigers“ weiter mächtig unter Druck. Die Schützlinge von Coach Kevin Pistor nutzten jede Gelegenheit den Gegner für Fehler zu bestrafen und legten bis zum letzten Viertel ständig ein, zwei Treffer vor. Trotz aller Bemühungen schafften sie es aber nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil, die Gäste übernahmen zu Beginn des letzten Drittels das Kommando und legten nun ihrerseits vor. Aber auch den „Tigers“ gelang es nicht die Distanz zu erweitern. Die Hausherren glichen eine Führung der HSG postwendend wieder aus. Im Schlussdrittel dominierten dann wieder die Kraichgauer. Sie zogen in Front, wurden dann aber sofort wieder ausgebremst. 

Der Kampf um die beiden Punkte setzte sich bis in die Schlussphase fort. Die Pistor Truppe legte vor und die Jungs von Trainer Burlakin bemühten sich den Kontakt zu halten. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende schaffte Lukas Hilp den Treffer zum 25:23 und schien damit eine Vorentscheidung eingeleitet zu haben. Aber schon im Gegenzug markierte Yannik Espe den Anschluss und schürte bei den Fans der „Albtal-Tigers“ die Hoffnung, vielleicht noch ein Unentschieden zu erreichen. Trotz aller Bemühungen von beiden Seiten blieb es beim Entstand von 25:24 für die SG Odenheim/Unteröwisheim. 

Die HSG hat trotz der Niederlage noch den zweiten Tabellenrang erreicht und trifft in der Meisterrunde nun auf die TSG Dossenheim. Die genauen Termine werden von „Handball-Baden“ in einer Vorschau veröffentlicht

Für die SG spielten: Marcel Stegmüller, Paul Bardon – Jonas Breuer (4), Yanni Paulus, Michael Wolf, Jacob Reil, Daniel Philipp (4), Lukas Hilp (5), Janis Schilling (1), Adrian Deuchler (2), Dominik Senn, David Heinrich (8/4), Philipp Thißen (1)

Für die HSG spielten:  Felix Spohn, Luis Lagasse – Julian Frauendorff (3), Vincent von Witzleben (3), Hannes Röpke, Niklas Kary (1), Dirk Ibach (2), Yanni Espe (3), Lukas Ehrmann (2), Raphael Morisco, Benedikt Hettich (4), Tobias Broschwitz (2), Jens Reule, Philipp Karasinski (4)