Die „Albtal-Tigers“ bleiben auch im Endspurt in der Spur

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Verbandsliga Herren

HSG Ettlingen Albtal-Tigers   –    HSG Walzbachtal    33:24     (11:12)

In allen Ligen unseres begeisternden Handballsports befindet man sich im Endspurt und daher werden allerorts spannende Begegnungen geboten. In der Verbandsliga des Badischen Handball-Verbandes kämpfen noch drei Mannschaften um die begehrten Aufstiegsplätze. An der Spitze rangiert schon lange die HSG Ettlingen und hat es in den letzten Spielen selbst in der Hand, das Aufstiegsziel zu erreichen. Der erste Schritt ist der Sieben von Trainer Andrej Burlakin im Heimspiel gegen den Namensvetter aus dem Walzbachtal gelungen, womit man die Konkurrenten aus Knittlingen und Rintheim immer noch klar auf Distanz halten konnte. Allerdings musste der Chefcoach der „Tigers“ eine deutliche Kabinenansprache in der Pause vornehmen, um seine Jungs endlich zu ihrem Spiel finden zu lassen.

Andrej Burlakin hatte vor der Begegnung beim Treffen mit den Sponsoren der HSG Ettlingen eindringlich davor gewarnt, den Gegner, der in der Tabelle im hinteren Mittelfeld zuhause ist, auf die leichte Schulter zu nehmen. „Bei Walzbachtal geht es eigentlich um nichts mehr, sie können frei aufspielen und sind daher für uns sehr gefährlich,“ waren seine Worte. Seine Jungs haben diese Mahnung in den ersten dreißig Minuten nicht sonderlich ernst genommen, während die Schützlinge von Trainer Daniel Erlenmaier sich mächtig ins Zeug legten. Die Gäste aus dem Walzbachtal bestimmten über weite Strecken in der ersten Hälfte das Geschehen und gingen mit einer 11:12 Führung in die Pause. 

Nach dem Wiederanpfiff sahen die Anhänger der „Tigers“ eine andere Mannschaft. Die deutlichen Worte von Trainer Burlakin sind bei seinen Recken angekommen. Sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff gingen die „Tigers“ wesentlich konzentrierter zu Werke und erhöhten auch das Tempo gewaltig. Hinzu kam, dass die Gäste zwei Nackenschläge verdauen mussten, die sich auf den Spielfluss stark bemerkbar machten. Schon nach drei Minuten hatten die Schiedsrichter Kai Armbruster aus der Startsieben der Gäste disqualifiziert. Noch mehr traf es Trainer Erlenmaier und sein Team, dass Jonas Schmidt zu Beginn der zweiten  Hälfte sich schwer verletzte und danach nicht mehr eingesetzt werden konnte. Schmidt war bis dahin der wichtige Spielmacher des Tabellenneunten. 

Die Hausherren traten mit einer anderen Körpersprache auf als in Hälfte eins und übernahmen immer mehr die Kontrolle über die Partie. Mit einem 5:0 Lauf drehten die „Tigers“ in sieben Minuten nach Wiederanpfiff das Geschehen. Ausschlaggebend war wohl, dass der Rückraum mit Kapitän Philipp Karasinski und Julian Frauendorff den Druck auf den Gegner gewaltig erhöhten. Die beiden Außen Jonas Weiß und Vincent von Witzleben agierten dann auch mit viel Speed in Richtung gegnerisches Tor, so dass die Hausherren schnell mit 16:12 in Front lagen. Diesen Vorsprung ließen sich die Burlakin Schützlinge nicht mehr aus der Hand nehmen, zumal auch Christopher Roth gegen Ende der Partie zu alter Treffsicherheit fand und aus dem Rückraum vier Treffer im Gehäuse der Gäste unterbrachte. 

Nicht zu bremsen war Linkshänder von Witzleben, der nicht nur von der Siebenmeterlinie eine Bank war und vier/vier Versuche versenkte, sondern auch aus dem Spiel noch sieben Treffer zum Sieg beisteuerte. Walzbachtal konnte im letzten Viertel nicht mehr viel entgegensetzen und verlor daher mit 33:24 vielleicht auch etwas zu hoch. 

Auf Trainer Burlakin und seine Jungs warten jetzt noch die wohl wichtigsten Partien der ganzen Runde. Die Mannschaft wird nun mit höchster Konzentration an die bevorstehenden Aufgaben herangehen, damit am Ende gejubelt werden darf. Schon der Begegnung beim Viertletzten TG Eggenstein kommt eine wichtige Bedeutung zu. Jeder weiß wie schwierig es ist, wenn man gegen Teams aus der hinteren Tabellenhälfte antreten muss. Am ersten Maisonntag empfangen die „Tigers“ den hartnäckigsten Konkurrenten TV Knittlingen zum letzten Heimspiel. Die Kraichgauer hatten in der Vorrunde dem Spitzenreiter die einzige Niederlage zugefügt und dafür wollen die Burlakin Jungs nun Revanche nehmen. Mit einem Sieg wäre auch der Aufstieg endgültig unter Dach und Fach. In der letzten Begegnung der Runde müssen die Albgauer noch zu einem harzfreien Spiel in Handschussheim antreten. 

Für die „Tigers“ spielten:  Luis Lagasse, Felix Spohn – Julian Frauendorff (4), Jonas Weiß (4), Vincent von Witzleben (11/4), Leon Svalina, Dirk Ibach, Christopher Roth (5), Nick Kusch (1), Raphael Morisco, Tim Siedelmann (2), Tobias Broschwitz, Sebastian Kunz (1), Philipp Karasinski (5)

Für Walzbachtal spielten:  Ricco Kraus, Laurin Braun – Jakob Trumpf (3), Kai Armbruster, Fabian Block (1), Christoph Kloss (2), Steffen Kinsch (3/1), Andre Bertier (2), Philipp Arbogast (1), Christoph Schäfer (3), Jonas Schmidt (1), Nicolas Lücke (5), Armin Borkenstein (1), Simon Zengerle (2)