Hart erkämpfter Heimsieg der „Albtal-Tigers“

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Verbandsliga Herren- Gruppe B:    

HSG Ettlingen – TV Ispringen.  29:27     (14:11)

Die „Albtal-Tigers“ luden am Samstagabend ihre Fans zum ersten Heimspiel in der neuen Saison ein und hofften sofort an die Leistung aus dem Eröffnungsspiel in Eggenstein anknüpfen zu können. Das Team von Trainer Andrei Burlakin tat sich jedoch in der Anfangsphase etwas schwer, denn die Gäste aus Ispringen leisteten von Beginn an heftig Widerstand. Mit einem 4:0 Lauf setzten sich die Gastgeber bis zur elften Minuten auf 9:4 ab und hatten damit scheinbar ihren Rhythmus gefunden. Aber aus dem flüssigen Tempospiel entwickelte sich ein Kampf, der bis in die Schlussminuten spannend blieb. 

Trainer Burlakin sah die Ursache für den Bruch in der Spielweise seiner Sieben darin, dass die Gäste auf eine offensivere Abwehr umstellten und damit dem Rückraum der „Tigers“ nicht mehr viel Freiheiten gönnten. Sieben der neun Tore gingen bis dahin auf die Rechnung der Rückraumschützen Yannik Espe und Julian Frauendorff. Nach der Umstellung der gegnerischen Abwehr hatte vor allem Spielmacher Niklas Kary weniger Spielraum und so kamen die Jungs aus dem Kämpfelbachtal zurück in die Partie. Die Gastgeber zeigten im weiteren Verlauf auch überraschend Schwächen im Deckungsverband, so dass Torhüter Felix Spohn lange nicht so glänzen konnte wie beim Auswärtssieg in der Hardt. Ab dem zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams immer wieder von Fehlern des Gegners profitierten. Die HSG hatte in der ersten Hälfte meistens die Nase vorne, konnte sich aber nie mehr richtig absetzen. Mit dem Pausensignal gelang Linksaußen Benedikt Hettich ein Lucky Punch zum sicheren 14:11 Halbzeitstand.

Beim Kabinengespräch versuchte Trainer Burlakin seine Sieben noch einmal auf die veränderte Deckungsart des TVI einzuschwören und schien damit Erfolg zu haben. Hettich von der Siebenmeterlinie und Espe mit einem wuchtigen Wurf jenseits der neun Meter bauten den Vorsprung auf 16:12 aus. Die Gäste aus dem Enzkreis reagierten und antworteten mit einer 6:0 Deckung und brachten das System der Albtaler erneut ins Wanken. Störend wirkte sich bei beiden Mannschaften außerdem aus, dass die Schiedsrichter teilweise sehr kleinlich pfiffen und so im zweiten Abschnitt siebenmal die Teams in Unterzahl agieren mussten. Es war eben ein Kampfspiel, das aber keinerlei unschöne Szenen bot. Mitte der zweiten Hälfte waren die „Tigers“ wieder einmal in Unterzahl und kassierten durch die beiden besten Werfer der Erlenmaier Truppe, Florian Rost und Yannik Richter den Ausgleich zum 22:22. Trainer Burlakin sah Gesprächsbedarf und zückte die grüne Karte. Aber Ispringen blieb dran und glich einen Vorsprung der Heimmannschaft sofort wieder aus. 

Es waren gerade mal noch sieben Minuten auf der Uhr, als Espe mit zwei gewaltigen Würfen sein Team mit 26:24 in Front schoß und bei den Fans die Hoffnung aufkeimen ließ, dass man zuhause zwei weitere Punkte einheimsen könnte. Die Freude auf der Tribüne stieg noch weiter an, als Jonas Weiß den Vorsprung in der 57. Minute auf drei Tore ausbaute. Ispringen musste die letzten beiden Minuten in doppelter Unterzahl über die Runde bringen, so dass die Burlakin Truppe den knappen  aber dennoch verdienten Sieg verbuchen durfte.

Beide Trainer waren mit der Leistung ihrer Jungs zufrieden und waren sich außerdem einig, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von einem gefestigten Rhythmus ausgehen kann. Andrei Burlakin fand immer wieder Fehler in seinem System. Seine Jungs leisteten sich sowohl im Angriff wie in der Abwehr falsche Entscheidungen, die prompt vom Gegner mit Gegentoren bestraft wurden. Es bleibt aber nicht viel Zeit, an diesen Fehlern zu arbeiten, da schon am nächsten Wochenende der nächste Härtetest gegen die Reserve des Drittligisten TSG Pforzheim  um 16:00 Uhr in der Bertha-Benz-Halle in der Goldstadt ansteht. Daniel Erlenmaier hob hervor, dass seine Mannschaft sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat und mit viel Engagement kleinere Schwächen ausgebügelt hat.

Für die Tigers spielten:  Felix Spohn, Luis Lagasse – Julian Frauendorff (6), Jonas Weiß (4), Vincent von Witzleben (2), Klaus Hartung, Niklas Kary (2/1), Christian Kurze (1/1), Dirk Ibach, Yannik Espe (7), Lukas Ehrmann (7), Benedikt Hettich (3/2), Tobias Broschwitz, Philipp Karasinski

Für den TVI spielten:  Findan Krettek, Daniel Beetz – Pascal Stoll, Martin Dietrich (1), Fabian Kröner, Manuel Blum (3), Sören Appell (1), Julian Rost (2), Philipp Kunz, Florian Rost /7/2), Brian Morlock, Marvin Morlock (5), Sascha Santaniello (1), Yannik Richter (7)