Bittere Heimniederlage für die Junglöwen in der JBLH

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SG Kronau/Östringen
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Nach der Begegnung am heutigen Spätnachmittag dürften die Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales um die Deutsche Meisterschaft für die Junglöwen auf ein Minimum gesunken sein. Mit einem „Last minute“-Treffer sicherte Jugendnationalspieler Sebastian Heymann seinem TSB Heilbronn-Horkheim einen 33:34 Auswärtssieg. Da gleichzeitig der badische Rivale SG Pforzheim/Eutingen das Spitzenspiel gegen die SG Ottenheim/Altenheim gewann, beträgt der Rückstand der Kraichgauer schon drei Punkte auf die Goldstädter und das vier Spieltage vor Rundenschluss. Die Mannschaft von Trainer André Bechtold muss ja auch noch beim Spitzenreiter JSG Balingen/Weilstetten antreten.

André Bechtold sah die Ursache für die Niederlage vor allem darin, dass viele Fehler in Abwehr wie auch im Angriff dazu geführt haben, dass sein Team nie zur gewohnten Leistung gefunden hat. Kaum ein Spieler konnte seine Leistung abrufen, die das Team zwischenzeitlich bis auf den zweiten Tabellenplatz gebracht hatte.

A_Heilbronn-1-3Die Badener starteten eigentlich sehr konzentriert in die Partie und führten bald 4:1. Im folgenden Abschnitt zog aber Heymann alle Register und brachte sein Team mit vier Treffern in Folge wieder heran. Die Gelbhemden zeigten Wirkung und produzierten immer häufiger einfache Fehler, die es den Gästen leicht machten, immer auf Augenhöhe zu bleiben. Es gab dabei häufig Phasen, in der beide Kontrahenten ohne Torerfolge blieben, da viele Angriffe überhastet abgeschlossen wurden. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit hatten sich die Junglöwen etwas gefangen und legten drei Tore vor. Diesen Vorsprung verteidigten die Badener bis zum Pausenpfiff und gingen mit 17:15 in die Kabine.

Nach dem Wechsel kam zunächst der große Auftritt von Heymann, der mit zwei Gewaltwürfen seine Farben zum Ausgleich führte. Nach dem Philipp Meyer die Hausherren wieder in Front geworfen hatte folgte die zweite Galaschau von Heymann. Mit vier Treffern in Folge glich er aus und warf sein Team mit 20:22 in Führung. Trainer Bechtold reagierte sofort und ordnete offensive Deckung gegen Heymann an und brachte Juniorennationalspieler Rico Keller, der bis dahin geschont wurde, da er noch nicht ganz fit war und in vier Tagen im dritten Spiel zum Einsatz kam. Bis das System der Gelbhemden mit der neuen Besetzung erst richtig ins Rollen kam, betrug der Rückstand aber schon vier Tore. Unter der Führung von Keller rückten die Kraichgauer immer näher, brauchten aber immerhin neun Minuten bis ihnen der Ausgleich beim Stand von 27:27 gelang. Keller markierte ihn mit einer feinen Einzelleistung. Für die letzten zehn Minuten wurde die Partie zum Handballkrimi. Auf beiden Seiten wurde um jeden Ball

Rico Keller brachte neuen Schwung in die Partie (Foto: cls)
Rico Keller brachte neuen Schwung in die Partie (Foto: cls)

gekämpft. Die Führung ging zunächst wieder an die Gäste über ehe Kevin Kleinlagel mit zwei seiner fünf erzielten Treffern dafür sorgte, dass die Spielgemeinschaft erneut die Nase vorne hatte. Aber schon im folgenden Angriff glich Simon Jünger wieder aus. Noch vier Minuten waren auf der Uhr als Spielmacher Adam Soos am Torhüter Tim Schniering scheiterte und der einen schnellen Gegenstoß einleitete. Folge war der erneute Rückstand die Junglöwen. Die Mannschaft behielt die Ruhe und kam über Rechtsaußen Kleinlagel zum 32:32 Ausgleich. Den Rest machten dann die beiden Nationalspieler unter sich aus. Heymann legte vor und Keller glich eine halbe Minute vor dem Ende aus. Den Deckel machte schließlich Heymann für seine Mannschaft drauf, als er drei Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer markierte.

 

Für die SG Spielten: Janis Steinhauser, Demsay Ebikeme, Simon Gabrys – Sebastian Trost (2), Dennis Kalabic, Manuel Zeller (6), Adam Soos (9/4), André Ockert (3), Jonas Bauer, Philipp Meyer (2), Kevin Kleinlagel (5), Sandro Pagliara (1), Hamza Hakic, Rico Keller (5)

Tür den TSB spielten: Henrik Rösch, Tim Schniering – Felix Hofacker (3), Lucas Lochbihler (3), Benedikt Baumann (2), Simon Jünger (4), Sebastian Heymann (14), Jascha Bauer, Deniz Dogan, Tim Gröger (2/1), Mika Pavel, Michael Weiss (1), Hendrik Bohnenstengel (3), Moritz Wahl (2)