Junglöwen sichern sich den Einzug ins Halbfinale

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1967
SG Kronau/Östringen
www.jung-löwen.de

Zwischenrunde DM-B-Jugend:

SC Magdeburg  :   SG Kronau/Östringen   22:23        (15:12)

Der Jubel kannte bei den Junglöwen und ihrem Anhang keine Grenzen, als die Schiedsrichter nach fünfzig Minuten das Spiel um die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend in Magdeburg beendeten. Mit einer hervorragenden kämpferischen Leistung in der zweiten Halbzeit bogen die Schützlinge von Trainer Daniel Meyer eine Partie, die in der ersten Hälfte schon verloren schien. Die Badener zogen  mit dem 22:23 Erfolg als Gruppensieger in das Halbfinale ein und treffen dort auf die SG Flensburg-Handewitt.

Die Mannschaft um Kapitän Lennart Pimpl hatte sich in der Woche davor intensiv auf die Partie gegen den SC Magdeburg vorbereitet und reiste bereits am Freitag an. Allerdings gestaltete sich die Anreise durch die Verkehrsverhältnisse zu einer kleinen Tortur, denn die Mannschaft erreichte erst spät in der Nacht die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Obwohl die Fahrt sich durch die vielen Staus sehr schwierig gestaltete hatte der Tross der Spielgemeinschaft seinen Spaß dabei. Der Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen durfte die Reise nach Magdeburg im Bus der großen Löwen antreten und wurde bei Pausen entsprechend von Fans umringt. Aber anstelle von Gensheimer, Schmid oder Groetzkie stiegen Lars Röller, Luca Braun und all ihre Kameraden aus dem Bus, wurden aber ebenso zum Erinnerungsfoto vor dem gelben Löwen-Bus gebeten.

Mit diesem auffälligen Gefährt erreichten die Junglöwen dann am Samstag die altehrwürdige Hermann-Gieseler-Halle und staunten als sie die 1922 erbaute Halle betraten. In dieser Halle hatten schon viele berühmte Handballer ihr Können gezeigt und nun waren die Nachwuchskräfte der beiden Bundesligisten SC Magdeburg und Rhein-Neckar-Löwen dran, ihr Können auf das Parkett zu bringen.

Luca Braun trieb seine Kameraden nach vorne (Foto: cls)
Luca Braun trieb seine Kameraden nach vorne (Foto: cls)

Die Spielgemeinschaft wirkte in der Anfangsphase reichlich nervös und schien unter die Räder zu kommen. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und schossen aus dem Rückraum aus allen Rohren. Nach neun Minuten führten die Hausherren schon 7:2 und zwangen Trainer Meyer schon früh zu einer Auszeit. Die Ansprache zeigte Wirkung und die Abwehr der SG wurde zusehends sicherer und konnte damit den Anfangsschwung des SCM immer mehr bremsen. Im Angriff übernahm vor allem Linkshänder Luca Braun die Verantwortung und führte seine Farben näher heran. In der 17. Minute gelang Braun mit dem Treffer zum 10:8 der Anschlusstreffer und damit waren die Junglöwen wieder drin in der Begegnung. Bei den Gastgebern lief nun nicht alles so leicht wie zu Beginn, sie mussten ab diesem Zeitpunkt um jeden Erfolg richtig kämpfen. Zwar behielten die Jungs aus der Nachwuchsschule des SCM die Nase vorne, aber die Badener blieben dran. Mit dem Spielstand von 15:12 für die Mannschaft von Trainer Tristan Staat ging es in die Pause.

Lars Röller ackerte im Angriff wie in der Abwehr (Foto: cls)
Lars Röller ackerte im Angriff wie in der Abwehr (Foto: cls)

Die Junglöwen kamen mit dem gleichen Elan auf das Parkett zurück, mit dem sie die erste Hälfte beendet hatten. Vor allem die Abwehr agierte geschlossener und machte den Angreifern der Gastgeber das Tore werfen immer schwerer und verleitete den SCM immer wieder zu Fehlern. Nach dem nächsten Ballgewinn markierte Lars Röller mit einem erfolgreichen schnellen Gegenstoß den ersten Gleichstand. Ab dem 16:16 agierten beide Mannschaften endgültig auf Augenhöhe und es entwickelte sich ein Handballkrimi auf hohem Niveau. Obwohl die Hausherren durch ihre wurfstarken Rückraumakteure Bransche, Schneider und Danneberg immer wieder vorlegten, hatten die Meyer Schützlinge sofort eine entsprechende Antwort parat und ließen sich nicht mehr abschütteln. Mit zwei Treffern in Folge schaffte Rechtsaußen Mattes  Meyer die erste Führung führ die Badener und zwang den SCM zur nächsten Auszeit. Schneider gelang zwar der Ausgleich zum 21:21 aber die Gastgeber schwächten sich für die letzten zwei Minuten selbst, da sie durch ein ungeschicktes Foul eine Zeitstrafe hinnehmen mussten und damit bis zum Schluss in Unterzahl agieren durften. Braun nutzte zu Beginn der turbulenten Schlussminute die Überzahl zur erneuten Führung. Selbst der nächste Treffer von Schneider zum Ausgleich von 22:22 konnte die mitgereisten Fans der Junglöwen nicht mehr bremsen. Sie wussten, dass ihren Jungs ein Unentschieden reichte, um das Ziel Halbfinale zu erreichen. Aber es waren noch 23 Sekunden auf der Uhr,  Magdeburg ging zur offenen Deckung über und setzte alles auf eine Karte. Spielmacher Timo Zehrbach fasste sich ein Herz und tankte sich durch die Abwehr und wurde kurz vor seinem Torwurf unsanft gestoppt: Siebenmeter und Schlusspfiff. Braun trat also mit der Gewissheit an die Linie, dass sein Team schon Gruppensieger war, ganz gleich ob er erfolgreich sein würde oder nicht. Luca nutzte seine Chance und sicherte seiner Mannschaft den 22:23 Sieg. Dann kannte der Jubel auf dem Parkett und auf den Rängen keine Grenzen mehr.

Lennart Pimpl arbeitete als Kapitän vorbildlich (Foto: cls)
Lennart Pimpl arbeitete als Kapitän vorbildlich (Foto: cls)

Die Junglöwen traten in Sachsen-Anhalt wieder als tolles Team auf, in dem jeder seinen Teil zum diesem Erfolg beitrug. Diese mannschaftliche Geschlossenheit brachte am Ende auch den Gruppensieg und damit den Einzug ins Halbfinale. Trainer Meyer, der auf der Bank Unterstützung von Jugendkoordinator Klaus Gärtner erhielt, hat seine Jungs hervorragend auf diese Begegnung vorbereitet.

Das Hinspiel zum Halbfinale findet bereits am kommenden Wochenende in Flensburg statt, während das Rückspiel dann eine Woche später im Kraichgau über die Bühne gehen wird. Nähere Angaben werden in den Vorberichten folgen.

 

Für den SCM spielten: Lukas Diedrich, Max Mohs  –  Paul Schikora, Benedikt Hack, Johannes Hesse, Till Wagner, Justin Kurch (8/4), Robin Danneberg, Hannes Bransche (7), Tim Bolecke (3), Philipp Meinecke, Luka Baumgart, Albrecht Schneider (4), Yannik Danneberg

 

Für die SG spielten:  Konstantin Karch, Niklas Gierse  –  Tim Olbrich, Timo Zehrbach (1), Niklas Baumgärtner (5/3), Luca Braun (6/1), Lars Röller (3), Lennart Pimpl (1), Martin Schmiedt, Nicholas Mohr (2), Bastian Hoppner, Mattes Meyer (5), Fabian Serwinski, Johannes Milbich