Länderpokal: Der erste Spieltag des Turniers der Jungs Jahrgang 1997 beginnt in Pforzheim mit zwei Siegen des Team Baden

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Chris Warm beim Wurfversuch (Foto: Claudia Schmitt)

Die vom Badischen Handball-Verband und der SG Pforzheim/Eutingen in der Konrad-Adenauer-Halle ausgerichtete Vorrunde zum Deutschen Länderpokal 2014 der Jungen des Jahrgangs 1997 brachte einige überraschende Ergebnisse, wobei die Mannschaft des Badischen-Handball-Verbandes verlustpunktfrei die ersten Begegnungen überstand. Gleichzeitig hatten die Experten nicht damit gerechnet, dass sich Südbaden gegen Schleswig-Holstein und Niedersachsen erfolgreich durchsetzen würde. Nach den fünf Begegnungen am Samstag treffen die beiden siegreichen Mannschaften aus den badischen Verbänden gleich am Sonntagmorgen in der ersten Begegnung aufeinander.

 

Ergebnisse vom Samstag:

Badischer HV                        :           HV Niedersachsen                 37:19 – (HZ 20:12)

Südbadischer HV                   :           HV Schleswig-Holstein          23:17 – (HZ 10:10)

Thüringer HV                          :           Badischer HV                        20:41 – (HZ 11:21)

HV Niedersachsen                 :           Südbadischer HV                   17:22 – (HZ 6:12)

HV Schleswig-Holstein          :           Thüringer HV                         27:23 – (HZ 14:10)

 

Stimme von BHV-Trainer Carsten Klavehn zum ersten Tag:

„Für uns beginnt morgen das Turnier mit dem ersten Endspiel. Die beiden Spiele gegen Südbaden und Schleswig-Holstein am Sonntag entscheiden wer weiter kommt. Die heutigen Spiele waren dafür nur ein Anlaufen, da sowohl Niedersachsen wie auch Thüringen unser Team nicht vollständig forderten. Im ersten Spiel haben wir gegen einen unbequemen Gegner eine konzentrierte Leistung geboten und daher auch verdient gewonnen. Thüringen war insgesamt gesehen gegen unsere Mannschaft chancenlos. Mit dem ersten Tag haben wir den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.“

 

Spielbericht – 2. Spiel – Badischer HV – HV Niedersachsen:

In der ersten Begegnung des Samstags traf das Team Baden mit dem HV Niedersachsen gleich auf einen der ernsthaftesten Konkurrenten in Bezug auf das angestrebte Ziel der Qualifikation für die Endrunde zum Deutschen Länderpokal 2014. In der Anfangsphase spürte man bei beiden Mannschaften noch eine gewisse Nervosität, so dass die Partie etwas schleppend begann. In der fünften Minute stand es noch 2:2, ein Beweis für den nervösen Start. Das Trainergespann des Badischen Handball-Verbandes Carsten Klavehn und Alexander Lipps hatte auf eine Blockbildung gesetzt und bracht in der Startsieben überwiegend Akteure der SG Pforzheim/Eutingen. Nach der Anfangsphase zahlte sich dieser Schachzug aus. Das Team Baden wirkte eingespielter und setzte das mit zunehmender Spieldauer immer mehr in Torerfolge um. Die Badener gingen mit drei Toren durch Kreisläufer Chris Wark, der von Regisseur Julian Broschwitz blendend in Szene gesetzt wurde, erstmals mit drei Toren in Führung. Im nächsten Abschnitt bauten die Gastgeber ihren Vorsprung noch weiter aus und lagen bis Mitte der ersten Hälfte mit sechs Treffern vorne. Diese Führung gaben die Süddeutschen forthin nicht mehr aus der Hand und lagen zur Halbzeit schon fast uneinholbar mit 20:12 in Front

Nach dem Wechsel legten Valentin Spohn und Sascha Pfattheicher noch zwei Tore drauf, so dass die Differenz auf elf Treffer angewachsen war. Das Trainergespann konnte es sich schon längst leisten munter durch zu wechseln und allen Spielern genügend Einsatzzeiten zu geben, in Anbetracht der vier Spiele an zwei Tagen eine sinnvolle Maßnahme. Baden blieb auch im zweiten Spielabschnitt die dominierende Mannschaft und legte phasenweise vierzehn Tore vor. Vor allem durch die schnelle Mitte oder zweite Welle kamen die Gastgeber zu einfachen Erfolgen, so dass am Ende ein deutlicher 37:19 Auftaktsieg zu Buche stand.

 

Spielbericht – 2. Spiel – Badischer HV – Thüringer HV

In der zweiten Begegnung für das Team Baden stand ein Gegner parat, der seinen ersten Auftritt bei dieser Vorrunde im Länderpokal hatte, die Auswahl des Handballverbandes Thüringen. Das Team stützt sich bis auf einen Akteur ausschließlich auf den Nachwuchs des Erstligisten Eisenach. Die Thüringer sind vor allem durch das Eisenacher Handballinternat im gesamten Bundesgebiet bekannt und man war gespannt, was da auf die Gastgeber zukommen wird. Von Anpfiff weg zeigten die Badener jedoch, dass sie sich nicht überraschen lassen wollten, sondern begannen sofort sehr konzentriert mit einer offenen, aggressiven Abwehrarbeit. Die Schützlinge des Trainergespannes Klavehn/Lipps eroberten mit dieser Deckung immer wieder den Ball und kam über die schnellen Außen Sascha Pfattheicher und Tom Schlögl zu einfachen Toren, so dass nach knapp zwei Minuten eine 4:0 Führung auf der Anzeigetafel zu lesen war. Nach einer frühen Auszeit durch Gästetrainer Allonge gelangen seiner Truppe zwar einige Treffer, ohne aber die Badener in ihrem Drang nach vorne aufhalten zu können. Mitte der ersten Hälfte führte der Nachwuchs aus Pforzheim, Kronau/Östringen und Oftersheim/Schwetzingen schon deutlich mit 13:5 und die Frage nach dem Sieger schien früh beantwortet zu sein. Janis Steinhauser im Gehäuse der Badener bot eine gute Leistung und sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Ostdeutschen in Hälfte eins nur elf Gegentore zustande brachte. Seine Vorderleute brachten dagegen die Harzkugel einundzwanzigmal im gegnerischen Tor unter und waren auf gutem Wege zum zweiten Erfolg. Auch nach dem Wechsel wurde das badische Team von den Thüringern nicht weiter auf die Probe gestellt und die Trainer Klavehn/Lipps Setzten alle Spieler ein, von denen sich auch jeder in die Torschützenliste eintragen konnte. Obwohl häufig eine andere Sieben auf der Platte stand, verlor das Team Baden zu keiner Zeit den roten Faden und baute den Vorsprung immer weiter aus. Nach der Hälfte der zweiten Halbzeit lagen die Jungs aus dem Badnerland schon mit 31:16 vorne. Bis zum Schlusspfiff steigerten sie sich auf einen 41:20 Kantersieg. Damit hatte die Nachwuchsmannschaft des Badischen Handball-Verbandes unter den Augen von Verbandstrainer Dr. Pavol Streicher das angestrebte Ziel von zwei Siegen am ersten Turniertag klar erreicht.

 

BHV-Kader:

(15) Julian Broschwitz, (3) Fabian Hurst, (99) Moritz Mangold, (4) Sascha Pfattheicher, (13) Arne Ruf, (18) Tom Schlögl, (16) Felix Schucker, (9) Valentin Spohn, (23) Chris Wark (alle SG Pforzheim/Eutingen), (14) Jonas Bauer, (97) Rico Keller, (17) Philipp Meyer, (12) Janis Steinhauser (alle SG Kronau/Östringen), (5) Lukas Klee, (6) Tom Stiepani (beide JSG Leutershausen/Heddesheim), (11) Sandro Pagliara, (8) Julian Zipf (beide HG Oftersheim/Schwetzingen)

*Die Zahlen vor den Namen entsprechen den Trikotnummern

 

Quelle: Badischer Handballverband,  Erich Schütt