Die sensible Seele des deutschen Sports

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Die sensible Seele des deutschen Sports

Emotionen im Sport, gerade im Handball, sind schon eine vertrackte Sache. Plötzlich verwandeln sich alle echten Fans wieder zu kleinen Kindern, die mit ihren Idolen sämtliche Höhen und Tiefen durchleben. Dies gilt für den Vereinssport, aber sicherlich mindestens genauso sehr für die eigene Nationalmannschaft, mit der man sich auf einer überregionalen Ebene identifiziert. Sport-Desinteressierten ist es schwer begreiflich zu machen, welche Emotionen die Siege und Niederlagen der eigenen Mannschaft in einem auslösen. Insbesondere die deutsche Identität ist eng mit den (Miss-)Erfolgen der Nationalteams verbunden. So ist die deutsche Fußballseele auch nach wie vor im Heilungsprozess nach der historisch schlechten WM-Leistung der Fußballnationalmannschaft im Juli 2018 in Russland.

Vorteile der emotionalen Achterbahnfahrt

Oft wird man gefragt, warum man „sich das denn antut“ und nach einem WM-Aus am Boden zerstört ist. Wäre es nicht klüger, eine gesunde emotionale Distanz zu wahren und sich von Misserfolgen nicht runterziehen zu lassen? Dem kann kühl entgegnet werden, dass echtes Fantum eine Lehrstunde in Sachen Empathie ist, von der sich Sport-Laien eine ganze Scheibe abschneiden könnten. Denn nur wer das gesamte Spektrum der Gefühle durchlebt, wer die größten Tragödien mitleidet, der wird auch mit der unnachahmlichen Freude und Glückseligkeit bei den sportlichen Triumphen belohnt. Man denke nur an den 5. Juli 2014 und jedem Fußballfan wird wohl noch immer ein warmer Schauer über den Rücken laufen… Wer möchte denn hierauf freiwillig verzichten?

Handball-Aus re-traumatisiert deutsche Sport-Seele

Ein erneuter Schlag für den deutschen Profisport war das WM-Aus der deutschen Handballnationalmannschaft Ende Januar 2019. Deutschland verlor überraschend deutlich gegen Norwegen und schied im WM-Halbfinale im eigenen Land aus. Das weckte nicht nur Erinnerungen an das Sommermärchen 2006, bei dem Italien die deutschen Titel-Träume abrupt in der Verlängerung des Halbfinales beendete. Die noch viel präsentere Niederlage liegt erst ein gutes halbes Jahr zurück: Bei der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Juli in Russland schied Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte kläglich als Gruppenletzter in der Vorrunde aus. Auch wenn es sich bei dem aktuellen WM-Aus um Handball und damit eine andere Sportart handelt, ist die Seele des deutschen Sports noch immer sehr sensibel und wird durch erneute Niederlagen immer wieder traumatisiert. Die Gemeinsamkeit all dieser sportlichen Enttäuschungen liegt vermutlich in der Erwartungshaltung: Sowohl bei der Fußball WM 2018 als amtierender Weltmeister als auch bei der Handball WM 2019 mit Einzug ins Halbfinale schossen die Erwartungen und Träume der Fans ins Unermessliche. Umso größer dann das Verlustgefühl, wenn die Wünsche nicht erfüllt werden und die Turniereuphorie so plötzlich auf null abflacht.

Ausblick

Trotz dieser letzten Sport-Großereignisse, die primär von Rückschlägen geprägt waren, können Deutschland-Fans voll Hoffnung in die Zukunft blicken. Denn dieses Land ist eine Nation, die sich ähnlich einem Stehaufmännchen wieder aufzurappeln weiß. Spätestens 2022 in Katar ist es wieder so weit und Deutschland kann zeigen, dass es aus der Niederlage neue Kraft geschöpft hat. Wer für dieses Turnier oder viele Spiele zuvor Einsätze platzieren möchte, der findet auf https://www.fussballwetten.com/ eine gute Übersicht von verschiedenen Wettanbietern, -tipps und -boni. So vergeht die Zeit bis zur nächsten WM wie im Flug und ein schöner Gewinn ist doch auch Balsam für die geschundene Fußball-Seele.