Badenliga: Hockenheim siegt auch in Neuenbürg glatt mit 35:22-Toren

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HSV Hockenheim

Den HSV kann keiner mehr aufhalten!

Mit einer beeindruckenden Leistung hat der HSV Hockenheim die Vorrunde in der Handball-Badenliga beendet. Im Schwarzwaldort Neuenbürg siegten die hoch motivierten Schützlinge von Trainer Haris Halilovic deutlich mit 35:22 (15:11)-Toren und unterstrichen damit ihre Vormachtstellung in der höchsten badischen Handballliga. Mit jetzt 24:2 Zählern können die Hockenheimer die Halbzeitmeisterschaft der Liga feiern, allerdings steht am kommenden Samstag noch die vorgezogene Rückrundenpartie in Leutershausen an.

In der schmucken Neuenbürger Stadthalle waren die HSV-Spieler nach der Partie allerdings fast unter sich, denn gerade einmal eine Handvoll Hockenheimer mit den eifrigen Trommlern der „Blauen HSV-Wand“ – sonst waren es  wenigstens 50 mitgereiste HSV-Anhänger –  wollten den grandiosen Erfolg mit feiern. „Edel-Fan“ Werner Eustachi, der seit mehr als zehn Jahren jedes HSV-Spiel mit verfolgt, war schon überrascht: „Die Hockenheimer Siege werden allem Anschein nach zum Selbstläufer. Unsere Mannschaft hat doch auch in der Fremde Unterstützung verdient…“

Was die HSV-Spieler in Neuenbürg präsentierten, war schon vom Feinsten. Da war zum einen die ganz hervorragende Abwehrleistung zu nennen, in der Philippe Schinke, Felix Gubernatis, Mark Zorn und Daniel Müller über die kompletten 60 Minuten Schwerstarbeit leisteten. Hinzu kam eine präzise Torwartleistung vom wieder genesenen Pascal Lang, der 22 gegnerische Würfe abwehren konnte und dabei elf eigene Konter einleitete, die zu Erfolgen führten. Hinzu kam, dass Hockenheims „Gazelle“ Gubernatis gleich fünfmal den Neuenbürgern bei deren Angriffen den Ball „wegspitzelte“ und Gegenangriffe einleitete.

Hockenheims Betreuer Klaus Ramczykowski meinte kurz nach dem Spiel treffend: „Wir haben heute viele leichte Tore durch Tempogegenstöße erzielt. Das war auch ein Garant für den glatten Auswärtssieg…“  Hinzu kam aber auch eine vor allem in der zweiten Spielhälfte hervorragende Angriffsleistung, vielleicht die beste in der bisherigen Vorrunde. Obwohl der letztjährige Torschützenkönig Sergiu Dumitru eng gedeckt wurde, erzielte er dennoch vier Treffer. Dafür wurden die Räume für die anderen Hockenheimer Angreifer frei. Vor allem das immer besser in Fahrt kommende HSV-„Kraftpaket“ Philippe Schinke profitierte von den Freiräumen und erzielte zehn blitzsaubere Tore bei lediglich zwölf Versuchen – eine hervorragende Bilanz. Und auch Janis Wolf (7) und der immer besser ins HSV-Spiel findende Mark Zorn (4) unterstrichen ihre Offensiv-Qualitäten. Kein Wunder, dass Hockenheims Trainer Haris Halilovic zufrieden konstatieren konnte: „Jetzt haben wir in der Badenliga  mit nur zwei Minuspunkten in 13 Spielen eine in den letzten Jahren noch nie präsentierte Marke aufgestellt. Und wenn wir uns nicht ganz dumm anstellen, können wir einen vorderen Tabellenplatz auch in der Rückserie behaupten…“ Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg ist in Insiderkreisen beim HSV offensichtlich immer noch kein Thema…

Im Spiel selbst ergriff Hockenheim schon nach 17 Minuten ganz deutlich die Initiative. Neuenbürg war nur bis zum 6:8 gefährlich, dann eilten die Rennstädter auf 11:7 davon und ganz schnell war der Widerstand der Schwarzwälder gebrochen. Schon beim Pausenstand setzte kaum einer der lediglich 100 Zuschauer auf die Gastgeber, die in den zweiten 30 Minuten gänzlich im HSV-Torrausch unter gingen. Nach der 15:11-Pausenführung erhöhte der HSV das Tempo. Schnell stand das Spiel 18:12 für den Gast, der danach ganz allein das Sagen auf dem Parkett hatte. Nach dem 26:17  folgten die Glanzminuten von Angreifer Schinke, der sage und schreibe fünf Tore in Folge zum 31:17 „einhämmerte“. In der restlichen Spielzeit beschränkte sich der HSV aufs „Verwalten“ des klaren Siegs, was von Neuenbürg allerdings  auch einfach gemacht wurde.

Haris Halilovic fiel das Resümee nicht schwer: „Ich freue mich mit meiner Mannschaft, die auf die Minute topfit war. Einige haben ihre Blessuren vergessen gemacht und toll gefightet. Dieser Sieg ist nicht hoch genug anzusetzen, denn die Neuenbürger sind ungemein heimstark. Wir haben die aber mit einer kompakt guten Leistung geknackt. Teamgeist war bei uns heute wieder groß geschrieben. Was mich  besonders freut, ist die Tatsache, dass alle unsere Feldspieler Tore geworfen haben…“

HSV: Lang, Rojban; Pristl (2), Müller (1), Nees (1), Wolf (7/4), Stotz (1), F. Gubernatis (3), Hess (2), Dumitru (4), Zorn (4), Schinke (10).

Quelle: HSV Hockenheim