TVK erlebt derbe Heimpleite

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TV Knielingen
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Überlegene Bittenfelder Talente gewinnen klar in Knielingen

Karlsruhe. Eine verdiente Heimniederlage kassierte der TV Knielingen gegen den TV Bittenfeld 2. Beim 32:46 (16:22) kamen die Gastgeber nicht annähernd an ihre zuletzt gezeigten Leistungen heran und ließen den Schwaben viel Freiraum beim Torwerfen. 

In Knielingen hatte man sich schon ein besseres Ergebnis erhofft. Doch die eigene Leistung genügte an diesem Tag nicht den Anforderungen der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL). Besonders die inflationäre Zahl der Gegentore stießen TVK-Trainer Jochen Werling übel auf: „Das Ergebnis mit 46 Gegentoren ist ein stückweit absurd. Wir machen 32 Tore und verlieren dennoch mit 14 Toren. Da hat sich heute ein Klassenunterschied offenbart.“ Dabei kamen die Knielinger gar nicht so schlecht ins Spiel. Die erste Viertelstunde verlief relativ ausgeglichen. Bis zum 10:10 hatte niemand in der Halle die Erwartung, dass es für den TVK übel enden würde. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt bekamen die Knielinger keinen Zugriff in der Abwehr und die Talente des Bundesligisten TVB Stuttgart kamen oft zu leichten Toren. 

Die Gäste agierten vor dem Knielinger Tor mit sehr schnellem Passspiel über die kompletten 60 Spielminuten und machten dabei fast keine Fehler. Kaum in Ballbesitz schlossen die jungen Bittenfelder mit meist erfolgreichen Torwürfen ab. Anfangs gingen die Knielinger das Tempo mit, waren aber mit zunehmender Spielzeit nicht mehr so effektiv mit ihren Würfen. Die Bittenfelder zeigten ohne Unterbrechung ihre individuelle Klasse und auch der Gästetorhüter konnte mit Paraden glänzen. So zogen sie vom zwischenzeitlichen 10:10 (13. Spielminute) auf 11:17 (22.) weg. Im Knielinger Angriffspiel schlichen sich zunehmend Fehler ein. Dies nutzten die Gäste zu meist erfolgreichen Konterangriffen. Mit dem Pausenstand von 16:22 machte sich bereits Ernüchterung im Knielinger Lager breit.

Nach der Pause sahen die Zuschauer in der Reinhold-Crocoll-Halle das gleiche Bild. Bittenfeld machte weiter Tempo, das die Knielinger zunehmend nicht mehr mitgehen konnten. Gegentor Nummer 30 fiel bereits in der 40. Spielminute. Über die Zwischenstände 22:32, 25:36 und 27:41 wurde der Abstand immer größer. In den letzten Minuten waren die Knielinger bemüht den Schaden zu begrenzen, was allerdings nur bedingt gelang. Am Ende war ein Klassenunterschied zu sehen, mit dem man in Knielingen vor dem Spiel nicht gerechnet hatte. Größtes Manko des TVK, der einen völlig gebauchten Tag erwischt hatte, war die Defensivleistung. TVK-Trainer Jochen Werling sagte: „Die 46 Gegentore tun weh. Das kann nicht sein. In Pforzheim werden wir uns anders präsentieren.“ Am nächsten Samstag fährt der TVK zu Drittligaabsteiger TGS Pforzheim (19 Uhr, Bertha-Benz-Halle Pforzheim).

TV Knielingen: Pascal Fuchs (Tor), Lukas Zanki (Tor), Benny Borrmann (5), Mehmet Süngü (2), Philipp Ast (6), Dennis Estedt (5/2), Tim Kusterer, Luis Werner (1), Kornej Tjart, Jochen Rabsch (3), Lukas Metzger (3), Till Eißler, Louis Hohler (2), Yann Majunke (5). 

Philipp Ast – TV Knielingen (Foto: Andreas Arndt)

Quelle: Thomas Holstein – Pressesprecher des TV Knielingen