Derby zwischen Rintheim und Ettlingen endete erneut Remis

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Verbandsliga Herren:

TSV Rintheim – HSG Ettlingen Albtal-Tigers   30:30    (14:13)

Die „Albtal-Tigers“ waren mit großem Anhang zum Derby gegen den TSV Rintheim in die Karlsruher Oststadt gereist. Vom Anpfiff weg machten sich die Gäste auch lautstark bemerkbar und feuerten ihre Jungs kräftig an. Die Halle war prächtig gefüllt, so dass auch der Anhang der Gastgeber sich kräftig ins Zeug legte, um ihr Team zu einem ähnlichen Auftritt zu unterstützen, wie ihn der Traditionsverein in der Vorrunde gegen die Tigers geboten hatte. 

Nach der Niederlage des TSV Knittlingen beim Nachholspiel in Nußloch waren die Chancen für die Oststädter doch noch in das Aufstiegsrennen eingreifen zu können, wieder gewaltig gestiegen. Da die Tigers unbedingt gewinnen wollten, um eventuell die Aufstiegsakte schon schließen zu können, war eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten. 

In der Anfangsphase traten vor allem die Jungs von Trainer Andrei Burlakin kräftig auf das Gaspedal und setzten sich durch zwei Treffer von der Siebenmeterlinie in Front und legten nach einem Gegentreffer von Robin Hildenbrand noch einmal nach. Aber die Hausherren zeigten, dass auch sie alles daran setzen wollten, die Punkte für sich zu verbuchen. Der Tabellenführer behielt aber im ersten Drittel die Kontrolle über die Begegnung und baute die Führung phasenweise auf drei und in der 19. Minute beim 5:9 sogar auf vier Tore aus. Trainer Markus Elsner nahm seine Auszeit und hatte Erfolg damit. Ettlingen fand danach nicht sofort wieder den Faden und produzierte einige technische Fehler, die den Fächerstädtern die Möglichkeiten gaben, zu einfachen Toren zu kommen. Innerhalb von drei Minuten war die Partie wieder ausgeglichen. Und blieb es bis zur Halbzeit. TSV-Linksaußen Robin Hildebrand gelang nach einem unnötigen Ballverlust der Gäste noch ein schneller Gegenstoß zur 14:13 Pausenführung. 

Nach Wiederanpfiff stellten die „Tigers“ vor allen ihren Trainer zufrieden. „Nach dem Wechsel hat meine Mannschaft gezeigt, dass sie sich gegenüber dem Vorrundenspiel doch deutlich weiterentwickelt hat. Wir haben vor allem in der Abwehr mehr Übersicht durch die Umstellung auf die 6:0 Deckung gezeigt. Im Angriff haben sich die Jungs bis auf wenige Aussetzer an den Plan gehalten, wodurch das Team immer wieder gute Lösungen entwickelt hat. Schade, dass bei einer Führung von drei Toren kurz vor dem Ende noch unnötige Fehler produziert wurden, so dass Rintheim noch zum Ausgleich kam,“ resümierte Andrei Burlakin nach Spielende. Die Hausherren hatten in dieser Saison bis jetzt eine Berg- und Talfahrt hinter sich, zeigten sich aber in diesem Derby wieder von der positiven Seite. Trainer Elsner war deshalb auch sehr zufrieden mit der Leistung seiner Jungs: „ Wir müssen Vergangenes einfach hinter uns lassen und arbeiten im Hier und Jetzt. Obwohl wir aufgrund einiger Verletzten sogar auf A-Jugendliche zurückgreifen mussten, haben wir heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Wir waren jederzeit in der Lage, dem Tabellenführer Paroli zu bieten.“ Kapitän Philipp Karasinski war mit dem Unentschieden zufrieden: „Damit haben wir die Möglichkeit den Aufstieg vielleicht in einem Heimspiel feiern zu können.“

Nach dem leitungsgerechten Unentschieden mit 30:30 hat man auf jeden Fall den TSV Rintheim weiterhin auf Distanz gehalten, sodass in den verbleibenden vier Begegnungen noch die notwendigen Punkte für den Aufstieg eingefahren werden können. 

Für den TSV spielten: Felix Schucker, Luca Jankovsky – Hendrik Teichert (1), Igor Ziegler Ruiz (4), Dominik Grosshans (9/2), Maik Bratschke (1), Noah Riffel (1), Magnus Schroiff (1), Robin Hildenbrand (6/1), Paul Gauer, Jonas Kurbel, Benjamin Westhauser (5), Vincent Cotic (2), Jannis Pfannendörfer

Für die HSG spielten: Louis Lagasse, Noah Beckmann – Julian Frauendorff (5), Jonas Weiß, Vincent von Witzleben (4), Niko Gerwig (3), Dirk Ipach, Christopher Roth (8/6), Nick Kusch (2), Lukas Ehrmann (2), Tim Siedelmann (3), Jens Reule, Sebastian Kunz, Philipp Karasinski (3)