U19-Löwen stehen unter den letzten Vier

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Nach dem Kantersieg gegen den HC Erlangen im Viertelfinalhinspiel war der Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft für die Junglöwen nur noch Formsache. Mit 36:32 (15:15) gewinnen die Gelbhemden vor stattlichen 570 Zuschauern in der Östringer Stadthalle gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Oberfranken, die den Hausherren bis in die Schlussminuten hinein einen packenden Fight lieferten.

Gegner im Halbfinale ist der THW Kiel, mit dem die Sieben von Trainer Daniel Haase in der Meisterrunde bereits zweimal erfolgreich die Klingen kreuzen konnte.

Als die Gäste des HC Erlangen die Junglöwen in der zweiten Halbzeit binnen sieben Minuten durch einen 5:1-Lauf mit 25:29 ins Hintertreffen brachten (51.), rieben sich die zahlreichen Löwen-Fans verwundert die Augen. Nach der derben Heimpleite in der Vorwoche hatte sich der HC für sein Gastspiel im Badischen augenscheinlich fest vorgenommen, sich dem Löwen-Publikum nicht als Fallobst zu präsentieren. Und so war es erforderlich, dass die Junglöwen in der Crunchtime über 30:30 (54.) und 33:31 (58.) einen famosen Schlussspurt hinlegen mussten, um sich am Ende schadlos zu halten.

Löwen wehren sich als geschlossenes Team

„Wir wollten heute als breites Team auftreten und Kräfte für die Aufgaben sparen, die noch vor uns liegen. Dass es dadurch in unserem Spiel an verschiedenen Stellen etwas ruckelte, nehme ich gern auf meine Kappe. Denn auf dem Feld die erste Sechs durchspielen zu lassen und dabei Verletzungen in Kauf zu nehmen, nur um noch etwas höher als in Summe mit 15 Toren Unterschied zu gewinnen, wäre totaler Quatsch“, resümierte ein aufgeräumter Haase nach der Partie. Anlässe zu hadern, hätte es durchaus zur Genüge gegeben, denn die Anzahl an Fehlwürfen und technischen Fehlern war im Vergleich zur hocheffizienten Löwen-Partie vor Wochenfrist frappierend. 

Mit den beiden Siegen gegen Erlangen steht die A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen zum vierten Mal in Folge im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft – ein Beleg für die herausragende Jugendarbeit der letzten Jahre. Damit geht es in der K.o.-Phase sowohl für die U19 als auch für die U17 gegen den THW in die nächste Runde. Der Löwen-Coach erwartet enge Spiele und lässt sich von den beiden Kantersiegen gegen die Norddeutschen in der Meisterrunde nicht blenden: „Ich warne schon jetzt davor, Siege mit jeweils 12 Toren Differenz als Gradmesser zu nehmen. Das werden völlig andere Partien, in denen Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.“

Die U19-Löwen treten zunächst auswärts an (Samstag, 17 Uhr) ehe in der Folgewoche (Samstag, 13. Mai, 19 Uhr) die Östringer Stadthalle aus allen Nähten platzt und für die Liebhaber exzellenten Jugendhandballs abermals zur Pilgerstätte wird. Die Terminierungen stehen noch unter Vorbehalt. 

Für die Junglöwen spielten: Dave Hörnig, Philipp Wenning (beide im Tor), Philipp Alt (3), Felix Göttler (3), Magnus Grupe (1), Lennart Karrenbauer (5), Robin Kull (2), Alexander Momber (3), David Móré (8/4), Lucas Pabst (4), Fabian Schwarzer, Theo Sommer (4), Theo Straub (1), Valentin Willner (2). Trainer: Daniel Haase.

Quelle: Kai Henninger – Pressesprecher der Junglöwen