Kreisliga Mannheim: TV Friedrichsfeld 2-TSG Weinheim 37:23 (17:12)

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TV 1892 Friedrichsfeld
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Den nächsten Verfolger im Titelrennen konnte die Reserve des TVF zum ungewöhnlichen Zeitpunkt im Nachholspiel am Donnerstagabend abschütteln. Mit einem nie gefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten 37:23 setzte man nach dem Kantersieg gegen den HSV Hockenheim ein weiteres Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Diese verringerte sich nunmehr auf die HSG Mannheim und die HSG Lussheim. Unter diesen drei Mannschaften, so erweckt es den Anschein, wird die Meisterschaft entschieden.

Von Beginn an wurde deutlich, dass sich der Tabellenführer keine Blöße geben wollte und man legte ein 3:1 vor, wobei die Gäste beim 4:4 wieder auf Augenhöhe waren. Schnell konnte man sich auf 10:5 absetzen und diese Führung bis zum 17:12 Halbzeitstand behaupten. Eine größere Differenz verhinderte lediglich die Abwehrleistung, hier begegnete man den Gästen häufig zu defensiv oder halbherzig, was die Weinheimer gerade über den Kreis oder aus dem Rückraum zu einfachen Toren nutzten.

Dafür war der Angriff an diesem Abend ein Muster an Effektivität und beinahe jeder Wurfversuch landete in den Maschen der Gäste. Somit konnte man auch in der zweiten Hälfte die Führung sukzessive ausbauen. Über 19:14 und 20:15 legte man einen Zwischenspurt zum 25:17 hin. Basierend auf einer nun konsequenteren Abwehr zwang man den Gast zu Fehlern, die eiskalt über schnell vorgetragene Tempogegenstöße verwertet wurden.

Eine Auszeit des Gästetrainers erbrachte die letzte Maßnahme, um dem Spiel eine Wende zu geben, man ging in eine offene Manndeckung über. Jedoch ließ sich der Tabellenführer nicht aus der Ruhe bringen, sondern gefiel durch konsequente Laufarbeit, die immer wieder zu Toren führte. Beim 31:21 ergaben sich die Gäste ihrem Schicksal und ließen von dieser Variante wieder ab, um nicht komplett unter die Räder zu kommen.

Da der TVF das Tempo bis in die Schlussminuten hoch hielt, konnte man den Vorsprung weiter ausbauen und ein 37:23 bejubeln. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung muss man Michael Embach hervorheben, der blitzschnell über die Außenposition, gerade in der ersten Welle, erfolgreich war. Auch Rekonvaleszent Patrick Baumann findet allmählich zu alter Stärke und netzte etliche Male aus dem Rückraum ein. Dazu führte Björn Erny geschickt Regie, ohne selbst Torgefahr außer Acht zu lassen. Insgesamt jedoch wusste die gesamte Truppe zu überzeugen und trotz wiederum fehlender Spieler, Stammkeeper Philipp Thomas, Allrounder Marcel Meyer und Rückraumkanonier Marvin Blanke standen nicht zur Verfügung, wurde klar, dass die Truppe aus mehr als 12 Feldspielern besteht.

Damit untermauerte man die Spitzenposition eindrucksvoll und konnte die beiden Punkte Vorsprung gegenüber der HSG Mannheim verteidigen. Man stellt den stärksten Angriff und die beste Abwehr, wobei die Tordifferenz keine Rolle spielt, da der direkte Vergleich in dieser Runde ausschlaggebend ist. Dennoch zeigt man hierdurch Stärke, die es bereits am kommenden Sonntag, um 16:00 Uhr, im Derby beim TV Edingen 2 zu bestätigen gilt.

Erfreulich war, dass beinahe die gesamte erste Mannschaft den Weg in die Halle gefunden hatte und die Truppe lautstark unterstützte. Dies zeigt eindrucksvoll, dass der Verein auf einem guten Weg ist und ein klasse Zusammenhalt herrscht.

Für den TVF spielten und trafen: Behr und Breidenbach im Tor, Eberlein, Preißendörfer 7, Koch 5, Ferreira 1, Erny 8, Wacker 2, Baltz, Schieck 1, Baumann 5, Traub 1, Eckstein 1, Embach 6

Quelle: TV Friedrichsfeld