Kurpfalz-Bären erreichen JBLH–Qualifikation

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Kurpfalz-Bären erreichen JBLH–Qualifikation 

Als Badens Nr. 1 haben die Ketscher Kurpfalz-Bären Heimrecht bei der 1. Runde der Qualifikation zur Jugendbundesliga im Jahr 2018. Dass es zur Nummer Eins reichen würde, konnte man allerdings nach dem ersten Spieltag am Samstag in Birkenau nicht vermuten:

Gleich in der ersten Begegnung kam es zum Duell mit dem „Alten Rivalen“ TSV Birkenau. Beide Mannschaften agierten sehr nervös, und die Bären hatten es Johanna Wiethoff im Tor zu verdanken, dass die Partie klar mit 13:8 gewonnen werden konnte. Vor allem Aylin Hofmann ging hoch motiviert in die Begegnung. Die ehemalige Birkenauer Akteurin brachte es auf 6 Treffer und avancierte zur besten Spielerin dieser Partie.

Nach dem Erfolg gegen den TSV Birkenau stand die Begegnung gegen den TV Brühl auf dem Spielplan. Die junge Brühlerin Lea Stoffel zog geschickt Regie und brachte mehrfach Paula Lederer in eine gute Schussposition, die diese geschickt ausnutzte und den TV Brühl zur Halbzeit mit 8:4 in Führung brachte. Ein etwas unglücklicher Treffer von Maike Freitag, bei einem direkten Freiwurf am Ende der Halbzeit, brachte den Bären eine direkte Disqualifikation ein.
Die zweite Spielhälfte begannen die JBLH–Bären nur noch mit vier Feldspielerinnen, da auch Torfrau Johanna Wiethoff zu viel aufs Spielfeld geschickt wurde. Beim Stand von 9:4 für den
TV Brühl, begann Ketsch dann endlich Handball zu spielen und holte Tor um Tor auf. „Wäre das Spiel nur zwei Minuten länger gelaufen, hätten die Bären die Partie noch gedreht“, so ein anwesender Zuschauer zur 10:11 Niederlage der TSG Ketsch.
So hieß es für die TSG den zweiten Platz abzusichern und die beiden Partien am Sonntag in Brühl zu gewinnen.

Wie wichtig die knappe Niederlage am Vortag gegen den TV Brühl war, zeigte sich dann am Sonntag:

Gegen die sehr schwache SG Stutensee/Weingarten konnte Coach Fuladdjusch auch seine noch jüngeren Spielerinnen vermehrt einsetzen. Sie machten ihre Hausaufgaben sehr gut und gewannen mit 20:10 deutlich.

Nun stand das abschließende Duell mit dem „Angstgegner“ HG Saase auf dem Programm.  Inzwischen hatte der TSV Birkenau überraschenderweise mit vier Toren gegen den TV Brühl gewonnen und stand damit als erster Qualifikant zur JBLH fest. Somit mussten die Bären gegen die HG Saase gewinnen.
Nach wenigen Minuten stand es 5:1 für die Bären, als das große Zittern begann, denn die HG schloss bis zur Pause zum 8:9 auf. Erst in der zweiten Spielhälfte konnten die Ketscherinnen ihr schnelles Kombinationsspiel entfalten und das Spiel sicher mit 19:14 Toren gewinnen. Somit war der erste Platz gesichert und der TV Brühl überraschend ausgeschieden. Zur Qualifikation hat die A-Jugend als Baden Eins auch zudem das Heimrecht zur 1. bundesweiten Qualifikation erhalten.

„Schon toll, wie diese junge Mannschaft mit drei 99ern-, zwei 00ern- und ansonsten
B-Jugendspielerinnen diese Qualifikation gespielt hat. Entscheidend war die 2. Halbzeit am Samstag gegen Brühl, in der wir uns nicht aufgegeben, sondern uns noch mal herangekämpft haben. Mit einer höheren Niederlage wären wir draußen gewesen, und das spricht für die tolle Moral dieser so jungen Mannschaft“, so das stolze Trainerduo Adrian Fuladdjusch und Friedbert Reißner.

Für die TSG spielten Johanna Wiethoff, Tina Holzer und Selina Renner im Tor,
Katja Hinzmann (3), Nadja Königsmann (4), Saskia Puhr (5), Maike Freitag (7), Sarah Goudarzi (5), Nadja Reißner (2), Jule Haupt (8), Samina Obländer (10), Chiara Aiello (1), Lea Vay (3),
Jacqueline Tines (2), Aylin Hofmann (9), Jasmin Jung (3), Lena Reichling.

Text: Wolfgang Schwan