BHV-SICHTUNGSCAMP 2014 AM 12./14. JULI IN LANGENSTEINBACH

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Die badischen Handballtalente stellten sich vor

2014-07-16 - BHV-PI - BHV-Sichtung 2014 in Langensteinbach - Foto - gesichtete MädchenIn Langensteinbach ging es in der Beckerhalle und in der Jahnhalle am vergangenen Samstag und Sonntag den 12. und 13. Juli für mehr als 180 junge Handballerinnen und Handballer aus den Handballkreisen Bruchsal, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim und Neckar-Odenwald-Tauber um einen wichtigen Schritt in Richtung ihrer sportlichen Zukunft. Der Badische Handball-Verband (BHV) hatte dem SV Langensteinbach die Durchführung des 22. BHV-Sichtungscamps für den männlichen Jahrgang 2001 und den weiblichen Jahrgang 2002 übertragen. Vor Ort waren optimale Gegebenheiten für die BHV-Sichtung vorzufinden und der SV Langensteinbach organisierte Dank der Hilfe einer großen Zahl von Helferinnen und Helfern die Sichtung in gewohnt perfekter Qualität.

Die zwölf Mannschaften der Kreisauswahlen waren am Samstagmorgen mit ihren Trainern und Betreuern angereist. Als Sichter hatte der BHV sieben seiner Auswahltrainerinnen und -trainer aufgeboten, die an den beiden Tagen jene jungen Athleten und Athletinnen herausfiltern sollten, die dann in die Trainingsarbeit des BHV aufgenommen werden. In den ersten Einheiten beobachteten Andreas Biedermann, Gesine Horstschäfer, Steffen Piffkowski und Michelle Kasperlik die weiblichen Sportlerinnen, die zeigen sollten welchen Leistungstand sie im konditionellen und koordinativen Bereich bis zu diesem Zeitpunkt erreicht hatten. Die gleichen Fähigkeiten mussten die männlichen Kandidaten vor den Augen von Carsten Clavehn, Klaus Billmaier und Tobias Knaus anbieten. An mehreren koordinativen und konditionellen Stationen, davon zwei spezielle Torhüter-Tests, sollte sichtbar werden, wie weit sich jeder Einzelne entwickelt hatte. So standen die Sprintfähigkeit, Sprungkraft, Geschicklichkeit, Wurftechnik und Wurfgenauigkeit genauso auf dem Prüfstand wie die Ausdauer beim Seilspringen. Nach der Mittagspause stand dann für die Jungs und Mädchen endlich das auf dem Plan, was sie am liebsten machen: Handball spielen. In beiden Hallen traten die Kreisauswahlen gegeneinander an, wobei bestimmte Vorgaben beachtet werden mussten. Eine Halbzeit wurde in den verschiedenen Grundspielvariationen 3 gegen 3 im Spielfeldzentrum für Jungs und Mädchen, sowie 3 gegen 3 an der Seite bei den Jungs und 4 gegen 3 bei den Mädchen absolviert. Es ging darum auf diese verschiedene Anforderungen individuell und kooperativ in kleiner Gruppe reagieren zu können. Der zweiten Halbzeiten wurde im klassischen 6 gegen 6 mit der offensive Abwehrformation 3:3 oder 3:2:1 für 15 Minuten gespielt.

Nach gemeinsamem Abendprogramm in dem der Weg der BHV-Auswahlspieler/innen in Bildern und Videos aufgezeigt wurde, folgte die notwendige Nachtruhe, denn die Spiele wurden am Sonntagmorgen fortgesetzt.

Die dominierende Mannschaft im weiblichen Bereich kam in diesem Jahr aus Mannheim. Die Mädels beeindruckten durch schönen Tempo-Handball, Zweikampfstärke und eine gut funktionierende Abwehrformation. Auch die anderen Kreise zeigten ordentliche Leistungen, schöne Angriffsaktionen einzelner Spielerinnen und eine relativ gute Abwehrarbeit. In männlichem Bereich dominierten die Jungs aus Pforzheim. Sie zeigten offensives Abwehrverhalten und im Positionsangriff agierten sie mit druckvollen Parallelstoß-Aktionen sowie daraus resultierenden Auslösehandlungen. Auch die anderen Teams wie Mannheim, Heidelberg, Bruchsal, und Tauberbischofsheim/Buchen erbrachten ansprechende Leistungen.

Alle Kreisauswahlen bestätigten die positive Entwicklung der letzten Jahre. Auch die neuen Anforderungen, auf welchen sich unsere BHV-Trainer beim Gespräch mit Kreisauswahltrainer/innen im Herbst 2013 geeinigt haben, wurden umgesetzt. Wir sahen sehr schöne individuelle Aktionen der Außen sowie verschiedene Kooperationen in kleiner Gruppe im Angriff. Die größten Reserven sind immer noch im Bereich der Abwehr vorhanden – offensives und regelkonformes Abwehrverhalten muss kontinuierlich verbessert werden. Zum Abschluss des Camps wurde ein riesen Dankeschön an den Veranstalter der SV Langensteinbach, an die Schiedsrichter und deren Coaches sowie an alle Kreisauswahltrainer/innen ausgesprochen. Jeder einzelne trug seinen Teil dazu bei, dass das Camp problemlos ablief.

 

Am Schluss stand für die BHV-Verantwortlichen die schwierige Aufgabe, die Kandidaten zu benennen, die in Zukunft den jüngsten Kader der badischen Auswahlteams bilden werden. Es schafften dabei 32 Spielerinnen des Jahrgangs 2002 und 33 Spieler des Jahrgangs 2001 in das Team Baden. Aber auch für all diejenigen, die es dieses Jahr nicht geschafft haben heißt es weiter am Ball zu bleiben, um im nächsten Jahr bei der Nachsichtung auf sich aufmerksam zu machen.

Die in den BHV-Kader aufgenommenen Spielerinnen und Spieler sind:

Team Baden 2002 weiblich:

Mannheim: Dörfer Nikola, Golla Sina, Gutsche Linn, Jung Jasmin, Mayer Johanna, Müller Lena, Naziri Roxana, Sender Florine und Walther Melanie.

Heidelberg: Balzer Sofie, Bauer Nele, Blum Lara, Hummel Eileen, Kerner Greta, Köse Nalan, Kuhn Francesca und Scheffler Ina.

Pforzheim: Bäcker Claire, Flentje Michelle, Kindlein Nelly, Ruggiero Giulia und Santaniello Claire.

Karlsruhe: Friedrich Leonie, Haupt Jule, Kessler Megan und Kurz Kristin.

Bruchsal: Böser Lara, Simianer Hannah, Weschenfelder Nicole und Celina.

Neckar-Odenwald-Tauber: Walter Lara, Wamser Anna

 

Team Baden 2001 männlich:

Pforzheim: Khan Florian, Choetchim Sakda, Schweikert Tim, Grosshans Dominik, Sandkühler Colin, Diefenbacher Felix und Faeser Tim.

Mannheim: Büttel Tobias, Beck Sven, Roll Luca, Gellert Nick, Zacharias Lukas, Sattler Timo und Heidsieck Paul.

Heidelberg: Seidenfuß Raul, Schoranski Kevin, Seitz Luiz, Steinbach Florian, Redmann Frederic und Karch Kristoffer.

Karlsruhe: Cotic Lenart, Roth Christopher, Dienel Mathias, Elger Leonard und Veigel Kaspar.

Bruchsal: Boch Niklas, Zanki Lukas, Ulrich Jonas und Bader Marcel.

Neckar-Odenwald-Tauber: Nisi Pasquale, Hemer Silas, Mohr Jonathan und Vielmann Ove.

Quelle: Badischer Handballverband