3. Liga: Überlegener 27:19 Auswärtssieg in Heilbronn/Horkheim

0
971
TGS Pforzheim
www.tgs-pforzheim.de
TGS-Express rollt weiter

„Wow,“ „Begeistert,“ „nicht zu erwarten…“

waren nur einige der Worte die die Zuschauer während der Halbzeit und erst recht nach den 60 Minuten in Horkheim in den Mund nahmen, wenn man sie nach dem Auftreten der TGS beim immerhin Tabellenfünften, TSB Heilbronn/Horkheim, fragte.
Mit einem überzeugenden Auswärtssieg, der auch in dieser Höhe gerechtfertigt war, sowie weiteren zwei Punkten im Gepäck reisten die Turngesellen die knapp 60 Kilometer wieder in die badische Heimat, nachdem man ein brilliantes Auswärtsspiel hingelegt hatte.
In der Partie, die von Anfang an von der TGS dominiert wurde, begannen die Hausherren nervös und schossen entweder „Fahrkarten“ oder scheiterten ein ums andere Mal am erneut bärenstark aufspielenden TGS-Keeper Binder, der seine Top-Form der letzten Wochen bestätigen konnte.
So gingen die Turngesellen durch Nils Brandt nach zwei Minuten in Führung und sollte diese das ganze Spiel über nicht wieder hergeben. Horkheims Sebastian Seitner scheiterte nach knapp neun Minuten mit einem Siebenmeter, was die TGS im Gegenzug mit dem Treffer von David Hoffmann zum 1:3 und im Anschluss mit dem 1:4 durch Michal Wysokinski eiskalt bestrafte.
Die Pforzheimer erkannten, dass die Hausherren fehlerhaft spielten und nutzten dieses im Stile einer Spitzenmannschaft aus, es konnte so mit 1:6 in Front gegangen werden, als erneut David Hoffmann einnetzte. Hoffmann spielte auf der Position vom etatmäßigen Linksaußen Christian Zluhan, der verletzt zusehen musste und ersetzte diesen mehr als gut.
Gegen Mitte der ersten Hälfte konnte sich nun auch Florian Taafel erstmals mit einem Treffer aus dem Spiel heraus zeigen, das muntere Toreschießen für die TGS verteilte sich in dieser Halbzeit auf die Schultern von Nils Brandt, Valentin Hörer und auch Michal Wysokinski.
Mit einem 10:14 ging man in die Pause und doch trauten einige der zahlreichen Pforzheimer Schlachtenbummlern dem Braten trotz der überzeugenden ersten Hälfte noch nicht ganz und sollten doch eines Besseren belehrt werden, denn die Konzentration auf Seiten der Nordstädter wurde gehalten und erneut war es Nils Brandt, der sofort nach Beginn von Hälfte zwei mit seinem siebten von insgesamt acht Treffern das 10:15 markierte. Marco Kikillus kam zur zweiten Hälfte und traf prompt zum 11:17 per Siebenmeter, was Horkheims Coach Jochen Zürn zum Time-Out nötigte. Nach dem bisherigen Spielverlauf, in dem Horkheim nie richtig gefährlich werden konnte, sah er wohl da schon die Felle seines Teams in dieser Partie davon schwimmen, denn die Pforzheimer wurden nicht müde, konsequent ihr Spiel durchzuziehen. Auch ein zweiter Time-Out eine Viertelstunde vor Ende der Partie brachte nichts mehr ein. Zu stark agierte die TGS, die nun, ob einem neun-Tore-Vorsprung zehn Minuten vor Schluss, munter durchwechseln konnte und somit auch die Spieler aus der zweiten Reihe zu Einsatzzeiten kamen. So war es der junge Fabian Dykta aus der A-Jugend-Meistermannschaft, der nicht nur erneut das Vertrauen von Trainer Andrej Klimovets erhielt, sondern auch sein erstes Tor in der Dritten Liga zum zwischenzeitlichen 16:25 erzielte. Auch Winterzugang Daniel Lötterle traf per Siebenmeter und markierte den letzten TGS-Treffer der Partie. Eine kurz vor Ende verhängte Zeitstrafe gegen den ebenso aus der A-Jugend stammenden Raphael Blum wirkte sich nicht mehr negativ aus. Nach dieser Partie sollte nun endgültig das Abstiegsgespenst aus der Goldstadt verjagt werden können und die Planungen für ein weiteres Jahr in der Dritten Liga können weiter verstärkt werden.
TGS Pforzheim: Hämmerling, Binder – Dykta (1), Taafel (7/1), Kikillus (2/2), Hoffmann (2), Ast, Lötterle (1), Blum, Kusterer, Wysokinski (1), Zergon, Hörer (5), Brandt (8), Pietrucha

Quelle: TGS Pforzheim