Badenliga Frauen: Badenliga Frauen: TV Brühl – SG Heidelsheim/Helmsheim 35:33 (14:13)

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TV Brühl 1912

Torfestival in Brühl

Für die Zuschauer war es ein überaus unterhaltsames, schnelles und spannendes Spiel, für die Trainer der beteiligten Mannschaften eher nicht. Nach dem hart erkämpften 35:33 Sieg des TV Brühl über die spielstarke SG Heidelsheim/Helmsheim brachte es Coach Markus Pfeifer auf den Punkt: „vorne hui, hinten pfui. Unsere Abwehrleistung war heute schlecht. Der Gegner hatte außer den beiden Rückraumschützen und dem Kreis nicht viel zu bieten, trotzdem bekommen wir 33 Tore. Das kann mir trotz des Sieges nicht gefallen“. In der Tat waren die Defensivleistungen nicht überragend, dafür die der Sturmreihen. Die beiden Teams boten ein Offensivspektakel, das es in sich hatte. 60 Minuten  Powerhandball, ohne eine einzige Verschnaufpause. Es wurde sicher kombiniert und ergebnisorientiert abgeschlossen. Die Partie war fast über die ganze Spielzeit ausgeglichen, einen Sieger hätte niemand mit Sicherheit vorausbestimmen können.

Ein seltenes Bild bot sich den Betrachtern mit Blick auf die Brühler Bank. Sie war nämlich seit langer Zeit wieder einmal gänzlich gefüllt. Nach den vielen Ausfällen war die Truppe bis auf Hannah Edelmann und Katharina Boll komplett angetreten. Zwar warten einige Blessuren noch nicht endgültig behoben, das tat der Spielfreude allerdings keinen Abbruch. Die legte allerdings auch die SG Heidelsheim/Helmsheim sofort nach Spielbeginn an den Tag. Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da führten die Gäste bereits mit 5:2. Brühl hatte jedoch die richtige Antwort und glich ebenso schnell zum 5:5 aus. Das Scheibenschießen ging mit leichten Vorteilen für die SG weiter, die Brühler Abwehr bekam zu wenig Zugriff auf den Gästerückraum, der dies leidlich ausnutzte. Nach dem 10:13 zückte Markus Pfeifer die grüne Karte. Mit Erfolg, denn die letzten vier Treffer in der ersten Halbzeit erzielte seine Mannschaft und wie aus dem Nichts führte der TVB zur Pause mit 14:13. Die Hauptverantwortlichen für die späten Treffer waren Julia Werle und Anja Hirsch, die sich immer wieder gut in Szene setzten. Übrigens genauso, wie Torhüterin Sandra Lauerwald, die etliche, auch freie Würfe der Gäste, entschärfte.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern praktisch das gleiche Bild, hohes Tempo und viele Tore. Bis zum 19:19 wechselten die Führungen mehrmals, ehe sich Brühl erstmals mit drei Toren absetzte (22:19). Dies war allerdings alles andere als eine Vorentscheidung, beim 23:23 stand es zum x-ten Mal unentschieden. Erst jetzt machten Kleinigkeiten den Unterschied. Brühl erhöhte nochmals den Druck auf die gegnerische Abwehr und packte endlich auch in der Abwehr entschlossener zu. Die Folge war das 30:26. Da sich die Gäste in den letzten Minuten auch noch mehrere Zeitstrafen leisteten, war der Brühler Sieg unter Dach und Fach, obwohl die SG bis zum Schluß fightete. Fazit aus Brühler Sicht: Hauptsache gewonnen und mit Blick auf den Gegner war erkennbar, wieso sie sowohl Ketsch als auch Birkenau schlagen konnten.

TV Brühl: Lauerwald, Adler, Zimmermann; Werle (10), Bühn (1), Gross (2), Siebenlist (3), Schwarz, Naber (1), Pristl (1), Röschel (2), Renkert (8/4), Hirsch (7).

Quelle: TV Brühl