Junglöwen verpassen gegen SGL den Erfolg knapp

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Es hat nicht sollen sein: Die Rhein-Neckar Löwen bieten in der 3. Handball-Liga dem Favoriten aus Leutershausen mehr als Paroli, führen rund 50 Minuten und stehen dennoch mit leeren Händen da. Am Ende setzte sich die Erfahrung durch und die SGL gewann knapp mit 32:31 (18:20). 

Die Atmosphäre in der Stadthalle war an diesem Freitagabend eine ganz Besondere: 230 Kids mit Anhang waren aus Südbaden von der JHA Baden angerückt, hatten gelbe Weihnachtsmützen auf und feuerten die Löwen mit Leibeskräften an. Der Laustärkepegel unter den 650 Zuschauern war hoch, denn auch von der Bergstraße waren etliche Anhänger in den Kraichgau gekommen.  

Angestachelt von dieser tollen Stimmung ritten die Junglöwen von Beginn an auf einer Erfolgswelle. Bestens eingestellt von Trainer Alexander Bossert übernahmen sie nach dem 1:1 die Führung. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war erkennbar, dass Felix Göttler zum Leader und Torjäger avancierte. Der 18-jährige U19-Akteur brachte es auf 13 Treffer.

Löwen führen lange Zeit

Zurück zur Anfangsphase: Die Hausherren lagen nach sieben Minuten mit 6:3 vorne, erhöhten später sogar auf 12:7 (13.). Die Stimmung kochte beinahe über. Die Junglöwen befanden sich mehr als im Trott und präsentierten sich in Trefferlaune. Die Löwen hielten die SGL weiter in Distanz. Der bestens aufgelegte Luca Berghoffer sorgte mit vielen Paraden für Ballbesitz und vorne stachen Göttler und Co. unermüdlich zu. Max Kessler bestätigte nach knapp 17 Minuten mit dem 15:10 die erneute Fünf-Tore-Führung.

Bis zur Halbzeitpause kamen die Gäste aber wieder heran. Ex-Löwe Yessine Meddeb erzielte 71 Sekunden vor der Pausensirene den 19:18-Anschlusstreffer. Im letzten Angriff des ersten Durchgangs stach aber Göttler erneut zu und warf zum 20:18-Pausenstand, der nach dem Spielverlauf im Grunde zu wenig Vorsprung für die Löwen auswies.

In die zweite Halbzeit starteten die Löwen erneut furios und legten durch Göttler sowie Matthis Krauth nach. Später erhöhte Göttler mit zwei Siebenmetern in Folge auf 26:22 (42.). Die Zeichen standen auf Sieg, doch es war noch genügend Zeit für den Umschwung aus Gästesicht. Die SGL feierte den Meddeb-Doppelschlag, der zum 27:27-Ausgleich führte (48.). Noch befreiten sich die Löwen von der drohenden Wende und Leon Keller (zum 28:27) sowie Göttler (zum 29:28) hielten den Gastgeber vorne.

Spirit in die kommenden Aufgaben mitnehmen 

Allerdings kamen die Löwen in den restlichen zehn Minuten nur durch zwei Torerfolge durch den unermüdlichen Göttler. Und selbst nach dem Schlusspunkt durch SGL-Akteur Sven Schreiber zum 31:32 waren noch mehr als drei Minuten zu spielen. Doch trotz Löwen-Überzahl schien das Gäste-Gehäuse nun wie zugenagelt, während das erfahrenere Team aus Leutershausen die restlichen Minuten geschickt über die Zeit „schaukelte“.

Mindestens ein Punkt wäre sicherlich für die Löwen verdient gewesen, im Endeffekt war sogar ein Sieg drin. Aber positiv war, dass die junge Nachwuchstruppe über 30 Tore warf und mit einem beherzten Auftritt gute Signale für die kommenden Aufgaben sendete. Immerhin warten bis Weihnachten noch zwei weitere Hochkaräter: Am Samstag (19.30 Uhr) steht der Auftritt beim TuS Fürstenfeldbruck an, ehe am Samstag, 16. Dezember (19 Uhr, Stadthalle Östringen) zum Jahresfinale gegen die HSG Konstanz aufgerufen wird.

Spielstatistik

Rhein-Neckar Löwen – SG Leutershausen 31:32 (20:18)

RNL: Gierse, Berghoffer – Trost, Messerschmidt, Mayer, Kunde, Momber, Schwarzer (3), Keller (5), Straub, Willner, Clarius (2), Krauth (4), Laurin Karrenbauer, Göttler (13/3), Kessler (4). Trainer: Bossert.

SGL: Hübe, Ullrich – Schreiber (5), Meddeb (6), Bauer (2), Krämer (1), Seitz (1), Röller, Schmitt, Scholz (1), Bitz (9), Ulrich (3), Pauli (4/4). Trainer: Schmid.

Quelle: Kai Henninger – Pressesprecher der Junglöwen