HSG Weingarten/Grötzingen : SG Stutensee 31:22 (17:11)

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HSG Weingarten/Grötzingen
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in rundum gelungenes Fazit ziehen die Handballer der HSG Weingarten/Grötzingen vom Lokalderby gegen die SG Stutensee an Allerheiligen. Ein volles Haus und ein klarer Sieg: alle Erwartungen wurden erfüllt. Allerdings kam das Ergebnis nicht so einfach zustande, wie es die nackten Zahlen ausdrücken. Gerade in der 2. Halbzeit gestaltete sich der Spielverlauf enger, als es zu Beginn den Anschein hatte. Hinzu kam, dass Trainer Kaupa  neben den Langzeitverletzten Martus und Fierhauser auf den gesperrten Mokosch und Wieninger verzichten musste, sodass im Feld nur 3 Auswechselspieler zur Verfügung standen.  Bereits vor Anpfiff zeigte es sich, dass das Lokalderby der alten Rivalen nichts am Reiz für die Zuschauer verloren hat. Bereits lange vor Spielbeginn waren die Sitzplätze in der Weingartner Walzbachhalle belegt; rund 400 Zuschauer gaben der Begegnung einen würdigen Rahmen. Nachdem die eingeteilten Schiedsrichter nicht erschienen waren, erklärten sich  Peter Großmann vom TV Ettlingenweier und Jürgen Oberst vom TSV Jöhlingen kurzfristig  bereit, die Spielleitung zu übernehmen.  Eine gute Entscheidung: das Team  hatte die Begegnung jederzeit im Griff und leitete souverän. Nachdem mit 10minütiger Verspätung angepfiffen werden konnte, erwischte der Gastgeber einen Blitzstart. Die Abwehr stand bombensicher und vorne wurde ausgezeichnet  kombiniert. Insbesondere Florian Meinzer erzielte von Rechtsaußen  bis zum 5:0 bereits 3 blitzsaubere Tore und zeigte, dass die Nullnummer vom vergangenen Wochenende ein einmaliger Ausrutscher  war. Mit  6 Toren wurde er an diesem Spieltag zum erfolgreichsten Feldtorschützen seine Mannschaft und bildete mit dem agilen Patrick Schmidt auf Linksaußen eine starke Flügelzange.  Trainer Kölbl musste bereits nach 7 :11 Minuten die Auszeit nehmen, um seine Mannschaft neu zu justieren.  Die SG erzielte daraufhin zwar den 1. Treffer, ohne Nachhaltigkeit zu erreichen . Die HSG blieb  am Drücker und baute bis zur 17. Minute die Führung auf 10:3 aus. Bis dahin hatte die HSG ihre beste Saisonleistung gezeigt. Allmählich schlichen sich aber erste Konzentrationsschwächen ein, die Abschlüsse kamen zum Teil zu schnell oder unvorbereitet. Der Gast bekam damit mehr Zugriff aufs Spiel, die Begegnung wurde ausgeglichener. Nach dem 14:7 verkürzte Stutensee innerhalb kurzer Zeit auf 15:11 und eine beruhigende Halbzeitführung der HSG kam in Gefahr. Mit einem Doppelschlag kurz vor dem Pausenpfiff legte  der Gastgeber aber auf 17:11 vor. Offensichtlich verleitete diese klare Führung zu Nachlässigkeiten, die der Gast nutzte. Die SG erzielte nach dem Wiederanpfiff binnen 2 Minuten 3 Tore, sodass die Begegnung beim 17:14  wieder offen war. Die Halbzeitansprache des Trainers  hatte beim Gast eindeutig  Wirkung hinterlassen. Die Mannschaft zeigte sich in Abwehr und Angriff deutlich verbessert und stellte die HSG  vor erhebliche Probleme. Insbesondere Max Weickum netzte in dieser Phase mehrfach ein, sodass beim Anhang der HSG größte Bedenken aufkamen, als die Gäste in der 51. Minute den Anschluss zum 23:21 erzielten.  Ein Zwischenergebnis  von 6:10 nach 21 Spielminuten der 2. Halbzeit war mit Sicherheit nicht das, was nach den ersten 30 Minuten zu erwarten war. Die HSG hatte in dieser Phase ihr strukturiertes Spiel verloren und verzettelte sich im Einzelkampf.  Zum  Glück konnte sich der Gastgeber  auf ihren Torhüter  Christian Henkens verlassen , der erneut eine exzellente Leistung bot und im Tor  an diesem Tag den Unterschied ausmachte. Im Angriff zeigte Patrick Ebel mehrfach Kostproben seine Potentials und  strahlte ständige  Torgefahr aus. Wichtig auch, dass die Achse zum herausragenden Kreisläufer Björn Heiß funktionierte, der neben seinen 5 Toren zahlreiche Zeitstrafen und 7m herausholte. Diese wurden in der kritischen Phase von Tim Kaupa und Maik Schmidt sicher verwandelt. Nach dem 25:21 öffnete Stutensee die Abwehr, blieb jedoch erfolglos und lief der HSG ins offene Messer. Der Gastgeber  nutzte die Abschlussschwächen des am Ende resignierenden  Gegners, der binnen Wochenfrist eine zweite deftige Niederlage hinnehmen musste,  zu einem 7:0 Lauf und kam  über 30:21 zum klaren und über das gesamte Spiel gesehen  verdienten Heimerfolg, der mit dem Anhang gebührend gefeiert wurde.

Tore HSG: Meinzer 6, Kaupa 6/3, Heiß 5, Ebel 5,  Boss 3, P. Schmidt 3, M. Schmitt 3/3

Tore SG: Dozic 8/4, Weickum 4, Hartung 3, S. Gramm 2, Nagel 2, P. Gramm 1, Bartsch 1, Raviol 1

Quelle: HSG Weingarten / Grötzingen