Mit dem FC Barcelona erwischten die Rhein-Neckar-Löwen ein Hammerlos

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Karlsruhe (esch). Am heutigen Dienstag fand in Wien die Auslosung für das Viertelfinale der VELUX Champions League statt. Nach der letzten Begegnung der Rhein-Neckar-Löwen am gestrigen Abend gegen KS Kielce befanden sich noch drei deutsche Teams in den beiden Lostöpfen. Die EHF hatte in Lostopf eins den THW Kiel, FC Barcelona, MKB Vezprem und HSV Bezwinger Vardar Skopje gesetzt und in Lostopf zwei mussten folgerichtig die SG Flensburg-Handewitt, die Rhein-Neckar-Löwen, PSG Paris und Metalurg Skopje liegen.

Das erste Los war das der Badener und Manager Thorsten Storm hoffte, dass auf keinen Fall der THW Kiel gezogen werden sollte, aber es wurde ein Hammerlos: Gegner der Löwen wird der spanische Meister FC Barcelona sein, einer der Topclubs Europas. Für den deutschen Meister THW Kiel wurde das Los Metalurg Skopje gezogen, wobei die Norddeutschen zuerst in Mazedonien antreten müssen. Der dritte deutsche Vertreter, die SG Flensburg-Handewitt, trifft auf den HSV Bezwinger Vardar Skopje und hat das Hinspiel in Flensburg auszutragen. Die entscheidende Begegnung findet dann also in Mazedonien statt. Die letzte Partie des Viertelfinales tragen PSG Paris und MKB Vezprem aus.

 

Der Wunsch der deutschen Vereine, dass ein innerdeutsches Duell vermieden werden könnte, ist also in Erfüllung gegangen. Allerdings scheint nur bei den Rhein-Neckar-Löwen richtig Freude über die Auslosung vor zu liegen. Manager Storm sprach auf den Löwen-Homepage von einem „Traumlos“. „Ein großer Name, eine große Mannschaft, ein Traumlos“, freute sich Storm, der die Löwen in Wien vertrat. „Wir sind nach dem Zittersieg gegen Kielce von Montagabend froh, im Viertelfinale dabei zu sein, und jetzt warten zwei große Spiele gegen den Topfavoriten auf den Titel. Wir haben uns Barcelona absolut verdient.“

Die Hinspiele wurden von der EHF auf das Osterwochenende terminiert und die Rückspiele folgen dann eine Woche später (23.-27.04.). Die Rhein-Neckar-Löwen empfangen den großen Favoriten aus Spanien am Ostersonntag um 19.15 Uhr in der SAP-Arena. Schon seit Jahren gehören die Katalanen in Spanien und Europa zu den besten Teams. Der FC Barcelona Intersport, wie der Club in vollem Namen heißt, gewann schon 28mal die spanische Meisterschaft und ist im Augenblick auf bestem Wege den nächsten nationalen Titel anzufügen. Der Club holte sich 17mal den spanischen Pokal und neunmal den „Copa Asobal“. Auf internationaler Ebene trugen sich die Spanier siebenmal als Gewinner der Champions League in die Statistik ein, das letzte Mal im Jahre 2011. In der vergangenen Saison unterlagen die Katalanen in einem dramatischen Finale dem HSV Hamburg. Nach Spielschluss hatte der spanische Coach Xavi Pascual angekündigt, dass sein Team wieder nach Köln kommt. Zu einem ausnahmslos mit Nationalspieler bestückten Kader haben die Spanier für diese Runde noch einmal internationale Kracher dazu geholt. Mit  Nikola Karabatic und Kiril Lazarov folgten zwei der besten Rückraumschützen dem Lockruf der Spanier, so dass Trainer Pascual ein Team betreut, das auf jeder Position mit internationalen Topleuten doppelt besetzt ist.

Mit diesem Ausnahmeteam werden sich nun die Löwen messen. Der FC Barcelona ist zwar in der Favoritenrolle, aber auch nicht unschlagbar. In der Gruppenphase bezogen die Spanier in Mazedonien bei  Metalurg Skopje die einzige Niederlage in dieser Saison und gegen den zweiten Club aus Skopje spielte man zu Beginn der Runde unentschieden.

Die Löwen haben in dieser Saison schon erstaunliche Ergebnisse erzielt und steigerten sich als Team immer mehr. Die bisherigen Begegnungen gegen den Gegner im Viertelfinale waren immer enge Kisten, warum soll den Schützlingen von Trainer Gudmundur Gudmundsson nicht der nächste Coup gelingen.

Quelle: Erich Schütt